Wehrdienst: Ultraorthodoxen drohen in Israel Strafen

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    In Israel drohen ultraorthodoxen Männern, die ihre Einberufungsbefehle ignoriert haben, Strafen.

    Ultraorthodoxe jüdische Männer und Jugendliche versammeln während einer Zeremonie am Stadtrand von Jerusalem (Archivbild).
    In Israel drohen Strafen für ultraorthodoxe Männer, die ihre Einberufungsbefehle ignoriert haben. (Archivbild) - Leo Correa/AP/dpa

    In Israel drohen Medienberichten zufolge vielen ultraorthodoxen Männern, die ihre Einberufungsbefehle ignoriert haben, Strafen. 1126 streng religiöse Männer seien betroffen, weil sie auf zwei Anweisungen der Armee nicht reagiert hätten. Dies berichteten mehrere Medien unter Berufung auf einen hochrangigen Offizier der israelischen Armee.

    Er sprach demnach von ausgestellten «Haftbefehlen». Theoretisch könnte die Militärpolizei die Männer also festnehmen. Laut der «Times of Israel» plant die Militärbehörde dies aber nicht.

    Wehrdienstverweigerer riskieren Ausreiseverbote und Festnahmen

    Im Sommer hatte die Armee rund 3000 ultraorthodoxen Juden Einberufungsbefehle geschickt. Davon sind nun 1126 Männer betroffen. Sie drohten, zu Wehrdienstverweigerern erklärt zu werden, sagte der Offizier den Berichten zufolge bei einer Sitzung eines Verteidigungsausschusses im Parlament.

    Wehrdienstverweigerern drohen in Israel Ausreiseverbote und Festnahmen durch die Polizei. Streng religiöse Männer waren in Israel jahrzehntelang von der Wehrpflicht befreit. Diese Ausnahmeregelung lief jedoch vor mehreren Monaten aus.

    Militärdienst als Bedrohung des frommen Lebensstils

    Der israelischen Regierung gelang es nicht, ein Gesetz zu verabschieden, um die Erleichterungen für die Ultraorthodoxen zu zementieren. Der Oberste Gerichtshof erliess schliesslich im Sommer ein Urteil, wonach ultraorthodoxe Männer zum Wehrdienst einzuziehen sind.

    Viele ultraorthodoxe Juden empfinden den Militärdienst als Bedrohung ihres frommen Lebensstils. Unter anderem weil Frauen und Männer gemeinsam dienen. Seit vergangenen Sonntag schickt die Armee in einer zweiten Runde schrittweise 7000 streng gläubigen Männern Einberufungsbescheide.

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    Kommentare

    Nicole

    Ultra Orthodoxe haben zuviele privilegien, gegenüber der andern Israelis. Es gibt keinen Grund warum nicht auch sie an die Front sollen, nicht nur in den Hintergrund.

    User #4234 (nicht angemeldet)

    Viele ultraorthodoxe Juden empfinden den Militärdienst als Bedrohung ihres frommen Lebensstils. Unter anderem weil Frauen und Männer gemeinsam dienen.

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