Wegen Unruhen in Peru Zugang zu Machu Picchu vorerst geschlossen

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    Wegen der anhaltenden Unruhen in Peru ist die bei Touristen aus aller Welt beliebte Weltkulturerbestätte Machu Picchu geschlossen worden.

    Machu Picchu
    Machu Picchu - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Weltkulturerbestätte Machu Picchu wurde vorübergehend geschlossen.
    • Grund sind die anhaltenden Protest in Peru gegen die Regierung.

    Die Schliessung der historischen Inka-Stätte sei «wegen der sozialen Lage und zum Schutz der Integrität der Besucher» angeordnet worden. Dies teilte das peruanische Kulturministerium am Samstag in Lima mit. Die Massnahme gelte «bis auf Weiteres».

    Im Zuge der Proteste wurde der Zugang zum Machu Picchu wiederholt eingeschränkt. So wurde der Betrieb des nahegelegenen Flughafens von Cusco ausgesetzt. Mitte Dezember waren hunderte ausländische Touristen rund um den Machu Picchu gestrandet.

    Peru wird seit der Amtsenthebung und Verhaftung des linksgerichteten Präsidenten Pedro Castillo am 7. Dezember von Unruhen erschüttert. Die Demonstranten fordern den Rücktritt seiner Nachfolgerin Dina Boluarte und die Auflösung des Parlaments, um unverzüglich Neuwahlen abzuhalten.

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    Peruanische Polizisten und ein Demonstrant bei dem Protest unter dem Motto «Einnahme von Lima». - Keystone

    Bei der Protestwelle starben Dutzende Menschen. Für fast ein Drittel des Andenlandes wurde mittlerweile der Notstand ausgerufen.

    Polizei gegen Proteste

    Aus der Kleinstadt Ilave in der südlichen Region Puno wurde am Samstag ein weiteres Todesopfer gemeldet. Ein Mann sei am Freitag während einer Protestkundgebung schwer verletzt und deswegen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Dies sagte ein Behördenvertreter der Nachrichtenagentur AFP. Am Samstag sei er seinen Verletzungen erlegen.

    peru Castillo
    Perus Präsident Castillo verkündet Auflösung des Parlaments - Peruvian Presidency/AFP

    Nach Krankenhausangaben wurden bei den Zusammenstössen zwischen Mitgliedern des indigenen Aymara-Volkes und der Polizei zehn weitere Menschen verletzt. Das gewaltsame Vorgehen der Polizei brachte die Demonstranten in Ilave derartig auf, dass sie Samstagfrüh eine Polizeiwache in Brand steckten.

    Auch in Zepita in der Region Puno wurde eine Polizeiwache angezündet. Verletzt wurde niemand.

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