Venezuelas Oppositionsführerin warnt vor beispielloser Migrationswelle

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    María Corina Machado warnt vor einer beispiellosen Migrationswelle.

    María Corina Machado
    María Corina Machado ist Siegerin der Vorwahlen der Opposition. - keystone

    Nach der von Betrugsvorwürfen überschatteten Präsidentenwahl in Venezuela hat Oppositionsführerin María Corina Machado vor einer beispiellosen Migrationswelle gewarnt. «Wenn Maduro sich entscheidet, mit Gewalt an der Macht zu bleiben, könnten wir eine Migrationswelle erleben, wie wir sie noch nie gesehen haben: Drei, vier, fünf Millionen Venezolaner in sehr kurzer Zeit», sagte Machado in einer Videokonferenz mit mexikanischen Journalisten. Dies könnte nur mit einem demokratischen Übergang verhindert werden.

    Dabei spielen auch die linken Regierungen von Mexiko, Brasilien und Kolumbien eine wichtige Rolle, da sie dazu beitragen könnten, die Bedingungen für eine Verhandlung festzulegen, wie Machado bereits am Mittwoch sagte.

    Eine Resolution, die unter anderem eine Veröffentlichung der detaillierten Wahlergebnisse und eine Garantie der Versammlungsfreiheit forderte, fand bei einer Dringlichkeitssitzung des Ständigen Rates des Staatenbundes auch aufgrund dieser drei Staaten keine Mehrheit. Mexiko hatte keinen Vertreter zu der Sitzung geschickt, Brasilien und Kolumbien enthielten sich der Stimme, obwohl deren linke Präsidenten zuvor ebenfalls Zweifel an dem offiziellen Wahlergebnis geäussert und eine Veröffentlichung der Ergebnislisten gefordert hatten.

    Die linientreue Wahlbehörde hat den seit 2013 regierenden autoritären Präsidenten Maduro offiziell zum Wahlsieger erklärt. Die Opposition wirft der Regierung Wahlfälschung vor und reklamiert den Sieg für ihren Kandidaten Edmundo González. «Wir brauchen die internationale Gemeinschaft, um ihre Stimme mit Nachdruck zu erheben», sagte Machado.

    Venezuela steckt seit Jahren in einer schweren politischen und wirtschaftlichen Krise. Mehr als sieben Millionen Menschen – ein Viertel der Bevölkerung – haben das Land in den vergangenen zehn Jahren wegen Armut und Gewalt verlassen. Mexiko liegt dabei auf der Migrationsroute von Menschen, die versuchen, die USA zu erreichen.

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