Die US-Regierung hat einen Banker des Ablegers der Terrormiliz Islamischer Staat in Afghanistan mit Sanktionen belegt. Ismatullah Khalosai habe internationale Finanztransaktionen für die Gruppe Isis-K abgewickelt, um Menschenhandel und das Einschmuggeln ausländischer Kämpfer nach Afghanistan zu ermöglichen, erklärte das US-Finanzministerium am Montag. Die Regierung sei entschlossen, Isis-K daran zu hindern, das internationale Finanzsystem für ihre terroristischen Aktivitäten in Afghanistan und anderswo zu missbrauchen.
Islamischer Staat
Ein Konvoi von Kämpfern der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf dem Weg von ihrer damaligen «Hauptstadt» Rakka in Syrien in den Irak (Aufnahme von 2014). (Symbolbild) - SDA

Das Wichtigste in Kürze

  • Khalosai soll der US-Regierung zufolge Transaktionen für die Gruppe als informeller Geldvermittler in der Türkei ermöglicht haben.

Zuvor sei er auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten tätig gewesen, um Isis-K Mittel zukommen zu lassen, hiess es.

Als Konsequenz der Sanktionen wird möglicher Besitz Khalosais in den USA eingefroren. Zudem ist es US-Bürgern und Unternehmen künftig weitgehend verboten, mit ihm Geschäfte zu machen. Zudem können Finanzunternehmen, die mit ihm Geschäfte machen, in einem nächsten Schritt ebenfalls mit Sanktionen belegt werden. Auch wenn betroffene Personen kein Vermögen in den USA haben, erschweren ihnen solche Strafen die meisten internationalen Geschäfte, weil Banken und Unternehmen nicht riskieren wollen, gegen US-Sanktionen zu verstossen.

Der Ableger des Islamischen Staats wurde im August für einen verheerenden Anschlag am Flughafen Kabul während des internationalen Evakuierungseinsatzes verantwortlich gemacht. Dabei kamen Dutzende Menschen ums Leben, darunter auch 13 US-Soldaten.

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