Im Krisenland Myanmar haben die Behörden einen US-Journalisten unmittelbar vor dem Abflug in seine Heimat am Flughafen von Yangon festgenommen. Danny Fenster, ein leitender Redakteur des englischsprachigen Magazins «Frontier Myanmar», sei ins Gefängnis gebracht worden, sagte sein Chef Thomas Kean am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa.
Protest gegen Militärjunta in Myanmar
11.05.2021, Myanmar, Yangon: Ein Protestteilnehmer hält während einer Demonstration eine Fahne hoch, auf der das Drei-Finger-Zeichen des Widerstandes zu sehen ist. - dpa

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  • Demnach wollte der 37-Jährige am Montag zurück zu seiner Familie in den USA.

Kurz vor dem Betreten der Maschine wurde er jedoch auf dem Flughafen der grössten Stadt des südostasiatischen Landes angehalten und abgeführt.

In einer Mitteilung von «Frontier Myanmar» hiess es: «Wir wissen nicht, warum Danny festgenommen wurde.» Bislang sei es nicht möglich gewesen, Kontakt aufzunehmen. «Wir sorgen uns um sein Wohlergehen und fordern seine sofortige Freilassung.» Das amerikanische Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) sprach von einer «ernsthaften Bedrohung der Pressefreiheit» im früheren Birma und forderte, Fenster umgehend ausreisen zu lassen.

Seit dem Putsch von Anfang Februar geht die Militärjunta hart gegen ihre Gegner vor. Mehr als 5400 Menschen wurden bereits festgenommen, darunter auch viele Journalisten. Andere flohen aus dem Land. Jedoch galten ausländische Medienvertreter bislang als relativ sicher.

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