UNHCR

    UNHCR-Chef sieht sich vor «unmöglicher» Aufgabe

    Keystone-SDA
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    Genève,

    Der UN-Flüchtlingshochkommissar Barham Saleh ist der Ansicht, dass das UNHCR angesichts der fehlenden Finanzmittel vor einer unmöglichen Aufgabe stehe. Am Montag kündigte in Genf eine Umstrukturierung an.

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    Barham Salih ist de UN-Hochkommissar für Flüchtlinge. - keystone

    «Effizienz hat ihre Grenzen», erklärte Barham Saleh zu Beginn der Sitzung des Exekutivkomitees des Hohen Flüchtlingskommissariats (UNHCR). «Es gibt einen Punkt, an dem mehr Effizienz den Mangel an Ressourcen nicht mehr ausgleichen kann», so Saleh.

    Der ehemalige irakische Präsident räumte finanzielle Schwierigkeiten ein, mit denen die Mitgliedstaaten zu kämpfen hätten. «Aber es gibt einen Unterschied dazwischen, aufgefordert zu werden, mehr mit weniger zu erreichen, und der Aufforderung, das Unmögliche zu tun». Die Hilfe für 50'000 Überlebende des Konflikts im Sudan sei gefährdet und die Registrierung von Zehntausenden von Flüchtlingen in Äthiopien sei ausgesetzt worden.

    Nach den Angaben vom vergangenen Freitag hatte die Uno-Organisation nur 35 Prozent der für 2026 beantragten 8,5 Milliarden Dollar erhalten. Für 2027 rechnet das UNHCR derzeit mit Mitteln in Höhe von weniger als 2,7 Milliarden, die bis Ende des Jahres anlässlich der Geberkonferenz noch aufgestockt werden könnten. Saleh fordert eine frühzeitigere, vorhersehbarere und flexiblere Finanzierung.

    Die Uno-Organisation sah sich in den letzten Jahren mit Kürzungen seitens der USA und anderer Länder konfrontiert. Seit 2024 haben fast 8000 Mitarbeitende die Organisation verlassen, wodurch die Mitarbeiterzahl von fast 20'000 auf knapp unter 12'000 gesunken ist.

    Seit seinem Amtsantritt Anfang Januar hat Saleh eine unabhängige Bewertung der Arbeitsweise des UNHCR in Auftrag gegeben. Er strebt nach eigener Aussage eine agilere und nachhaltigere Organisation an, die enger mit den anderen Komponenten des humanitären Systems der Vereinten Nationen zusammenarbeitet, insbesondere bei der Versorgung. An 31 Standorten des UNHCR werden Änderungen vorgenommen.

    Ziel ist es, Doppelspurigkeiten am Hauptsitz in Genf und in den Regionalbüros zu vermeiden und die Organisation noch näher an die Menschen heranzuführen, denen sie hilft. Die Strukturen sollen vereinfacht und die Zuständigkeiten klarer festgelegt werden. Eine weitere Neuerung ist, dass die Zahl der Direktoren direkt unterhalb der politischen Führungspositionen von 12 auf 6 reduziert wird.

    Etwa 88 Prozent des Personals sind ausserhalb von Genf tätig. Und etwa 70 Prozent sind Einheimische. Etwa 95 Prozent der Kapazitäten fliessen weiterhin in die Hilfe in den verschiedenen Ländern.

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