Luftangriffe der äthiopischen Streitkräfte in der Krisenregion Tigray verhindern weiterhin Hilfslieferungen der UN per Flugzeug.
Anwohner durchsuchen die Trümmer eines zerstörten Gebäudes nach einem Luftangriff in Mekele. Foto: -/AP/dpa
Anwohner durchsuchen die Trümmer eines zerstörten Gebäudes nach einem Luftangriff in Mekele. Foto: -/AP/dpa - sda - Keystone/AP/-

Seit vergangener Woche «sind wir nicht in der Lage, die normalen Aktivitäten des humanitären Flugdienstes der Vereinten Nationen wieder aufzunehmen», sagte UN-Sprecher Farhan Haq am Donnerstag in New York.

Solange die äthiopische Armee Angriffe auf die Regionalhauptstadt Mekelle fliege, seien Lieferungen auf dem Luftweg zu gefährlich.

Vergangene Woche hatte ein Flugzeug der Welt-Organisation wegen nicht angekündigter Angriffe in der Luft umkehren müssen. Die UN zeigten sich am Donnerstag zudem «äusserst besorgt» über die Eskalation der Gewalt im Norden des ostafrikanischen Landes. Haq bezog sich dabei unter anderem auf Berichte über das Bombardement einer Wohngegend in Mekelle, bei dem mindestens sechs Menschen getötet und 22 verletzt worden seien.

Gut ein Jahr nach Beginn des blutigen Konflikts mit inzwischen schon etwa 400 000 akut vom Hungertod bedrohten Menschen in der Region im Norden des Landes gewinnen die Spannungen nochmals an Schärfe. Die äthiopische Armee läutete vergangene Woche eine neue Militäroffensive gegen Rebellen des Zentralkomitees der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) ein. Der militärische Konflikt hatte damit begonnen, dass Ministerpräsident Ahmed Abiy die Verdrängung der in Tigray herrschenden TPLF vorantreiben liess.

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