Trump nimmt deutsche Autohersteller in Schwitzkasten

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USA,

Obwohl deutsche Automarken tausende Jobs in den USA schaffen und mehr Autos exportieren als importieren, nimmt Donald Trump sie in die Zange. Wen nimmt der Präsident aufs Korn?

Insbesondere Audi und Porsche stehen unter Zugzwang, Stellen zu schaffen.
Insbesondere Audi und Porsche stehen unter Zugzwang, Stellen zu schaffen. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Donald Trump droht deutschen Autoherstellern mit höheren Zöllen.
  • Verglichen mit japanischen Marken haben die deutschen Unternehmen allerdings eine positive Bilanz.
  • Die Zollforderungen könnten langfristig kontraproduktiv für die USA werden.

Wenn es gegen die deutsche Autoindustrie geht, hält US-Präsident Donald Trump Kurs: Immer wieder droht er Mercedes und BMW mit höheren Zöllen. Ausgerechnet die Musterknaben, die in den USA Tausende Arbeitsplätze geschaffen haben und zusammen mehr Autos dort bauen als verkaufen, bekommen ihr Fett weg.

Laut Autoexperte und Unternehmensberater Heiko Weber gäbe es dafür keine logische Erklärung: Die Amerikaner kaufen vor allem Autos von japanischen Herstellern. «Die importieren in den USA fast doppelt so viele Autos wie die deutschen Marken», so Weber.

Audi und Porsche sollen mehr Jobs schaffen

Jetzt übt Trump weiter druck aus. «Die Autohersteller sind sensibilisiert und können sich dem öffentlichen Druck in ihren Entscheidungen nicht ganz entziehen», erklärt Weber weiter. Insbesondere Audi und Porsche würden in den USA fast unter Zwang stehen, neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Zollerhöhungen seien aber für die Arbeitsplätze in der Autoindustrie in den USA langfristig gefährlich. Der Schutz vor dem Wettbewerb wäre damit nicht immer gewährleistet.

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