Somalia vermutet Auslandsbeteiligung bei Bombenanschlag

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    Nach dem Blutbad vom Wochenende in Mogadischu, Somalia, beginnt die Suche nach den Verantwortlichen. Die ersten Erkenntnisse der Behörden sind überraschend.

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    Das Autowrack nach dem Anschlag in Mogadischu. - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Am Samstag explodierte bei einem belebten Kontrollposten in Somalia eine Autobombe.
    • Dabei wurden mindestens 80 Personen getötet und über 140 Personen verletzt.
    • Bei der Suche nach den Tätern stiess das Land auf Hinweise ausländischer Drahtzieher.

    Bei der Suche nach den Verantwortlichen für den folgenschweren Sprengstoffanschlag vom Wochenende haben Somalias Sicherheitsbehörden nach eigenen Angaben Hinweise auf ausländische Drahtzieher.

    Die nationale Sicherheitsagentur Nisa betont in einem Beitrag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter, sie habe der Regierung des ostafrikanischen Landes einen vorläufigen Bericht zu dem Anschlag überreicht, «der von einem ausländischen Land geplant war».

    mogadischu anschlag
    In den Spitälern Mogadischus wurden 148 Verletzte aufgenommen - dpa

    Die Behörde machte jedoch weder den Namen des Landes noch den Bericht öffentlich und betonte: «Um die andauernde Untersuchung zu beenden, werden wir Unterstützung von ausländischen Geheimdiensten suchen.»

    Mindestens 83 Tote bei Bombenanschlag

    Die Zahl der Opfer des Anschlags in Somalias Hauptstadt Mogadischu stieg indes weiter. Mindestens eines der am Sonntag zur medizinischen Behandlung in die Türkei ausgeflogenen schwer verletzten Opfer ist nach Angaben des zuständigen nationalen Notfallkomitees vom Montag gestorben.

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    Bei einem Sprengstoffanschlag waren am Samstag in Mogadischu über 80 Menschen getötet und mehr als 120 verletzt worden. Foto: Abdirahman Mohamed/dpa - dpa-infocom GmbH

    Es geht nun in einer vorläufigen Bilanz von mindestens 83 Toten und 20 Vermissten aus. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Zahl der Toten entsprechend weiter erhöht, ist damit gross: Nach Angaben von Rettungskräften wurden viele Opfer – darunter auch Kinder – von der Wucht der Explosion regelrecht zerrissen. Eine Identifizierung der Leichenteile gilt als schwierig.

    Überlebenschancen der Verletzten fraglich

    Die Polizei hatte am Wochenende bereits von knapp 100 Toten bei dem Anschlag gesprochen, den auch der UN-Sicherheitsrat auf Schärfste verurteilte. In den Krankenhäusern der Stadt wurden 148 Verletzte aufgenommen. Bei einigen gelten die Überlebenschancen als fraglich.

    Explosion einer Autobombe
    Soldaten versuchten aus Angst vor einem weiteren Anschlag, Schaulustige dazu zu bewegen, den Ort des Sprengstoffanschlags zu verlassen. - dpa

    Als Vergeltung für den Anschlag flogen US-Drohnen Luftangriffe auf Kämpfer der islamistischen Terrormiliz Al-Shabaab. Die US-Kommandozentrale für Einsätze in Afrika (Africom) betont, die Angriffe seien mit der Regierung des ostafrikanischen Landes abgestimmt.

    Insgesamt wurden demnach bei drei Luftangriffen vier Terroristen getötet. Darunter war somalischen Geheimdienstkreisen zufolge ein ranghoher Kommandeur der Miliz. Sie wurde bisher hinter dem Anschlag vermutet, obwohl sich niemand als Urheber zu erkennen gegeben hatte.

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