Schweizer in Bali zu Gefängnisstrafe verurteilt
Auf der indonesischen Insel Bali ist ein Schweizer wegen der Missachtung von Feiertagsregeln zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Das Aussendepartement EDA in Bern bestätigte am Donnerstag auf Anfrage, Kenntnis vom Fall zu haben.

Das EDA habe Kenntnis von der Inhaftierung eines Schweizer Staatsangehörigen in Bali, könne sich aber aus Gründen des Daten- und Persönlichkeitsschutzes nicht konkret zum Fall äussern, hiess es auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die Schweizer Botschaft in Jakarta stehe in Kontakt mit den zuständigen Behörden und unterstütze die betroffene Person im Rahmen des konsularischen Schutzes.
Zuvor hatten verschiedene Medien über den Fall berichtet. Weil er sich über einen heiligen hinduistischen Ruhetag auf Bali lustig gemacht und dessen Regeln missachtet habe, müsse ein Schweizer Tourist für ein Jahr ins Gefängnis, hatte beispielsweise «20 Minuten» berichtet. Ein Gericht in Denpasar habe den 26-Jährigen am Donnerstag schuldig gesprochen, mit Beiträgen in sozialen Medien gegen das neue indonesische Strafgesetzbuch verstossen zu haben.
Hintergrund des Urteils ist laut dem «Tages-Anzeiger» ein Vorfall am balinesischen Neujahrsfest Nyepi. An diesem heiligen Tag gelten demnach auf der Insel strenge Regeln: Beleuchtung im Freien, Lärm und das Verlassen der Unterkunft sind untersagt, dem Glauben nach um den Geistern vorzugaukeln, die Insel sei unbewohnt.






