Schweizer Diplomat vermittelt bereits zwischen USA und Iran

    Alexandra Aregger
    Alexandra Aregger

    Bern,

    Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran hat eine neue Stufe erreicht. Mittendrin ist ein Schweizer Diplomat, der zu schlichten versucht.

    Iran USA
    Der Konflikt zwischen der USA und dem Iran ist stark angeheizt. - AP/DPA

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach einem US-Raketenangriffen in Bagdad verschärft sich der Konflikt mit dem Iran.
    • Der Iran droht mit Rache und Vergeltung gegen die USA.
    • Der Schweizer Diplomat in Teheran ist bereits am vermitteln.

    Die Tötung des hohen iranischen Generals Soleimani durch einen US-Drohnenangriff ist ein neuer Höhepunkt des Konflikts zwischen den USA und Iran. Während der Iran mit «schwerer Rache» droht, zittern die US-Demokraten vor einem grossflächigen Konflikt im Nahen Osten.

    Trump selber zündet: «Der Iran hat noch nie einen Krieg gewonnen», gleichzeitig bietet er die Möglichkeit zu Verhandlungen an.

    Mittendrin: Ein Schweizer Diplomat. Wie das EDA auf Anfrage von Nau.ch bestätigt, ist der «Chargé d'affaires» der Schweizer Botschaft, also der zuständige Chef der diplomatischen Mission, heute Freitag ins iranische Aussenministerium einberufen worden.

    Schweizer Diplomat überbrachte Botschaft bereits der USA

    Sprecher Georg Farago erklärt: «Die Einberufung steht im Zusammenhang mit dem Schutzmachtmandat.» In dessen Rahmen vertrete die Schweiz die Interessen der USA im Iran.

    Iranischer General Qasem Soleimani
    Tausende Iraner trauern auf den Strassen um den Tod des iranischen Generals Qasem Soleimani. - keystone

    Das Mandat erlaube «die Aufrechterhaltung eines diplomatischen Kommunikationskanals zwischen den USA und dem Iran». Der Kommunikationskanal funktioniere.

    Der Diplomat sei bei seinem Aufenthalt über die Position des Irans in Kenntnis gesetzt worden «und hat seinerseits die Botschaft der USA überbracht».

    Die Schweiz ruft zur Eskalations-Vermeidung auf

    Bereits am Mittwoch wurde der Schweizer Botschafter in Teheran einberufen. Dies nach der gewaltsamen Attacke Tausender Demonstranten auf die US-Botschaft in Bagdad.

    Demonstranten stehen mit Fahnen vor der US-Botschaft in Bagdad. Foto: Khalid Mohammed/AP/dpa
    Demonstranten stehen mit Fahnen vor der US-Botschaft in Bagdad. Foto: Khalid Mohammed/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Doch nur einen Tag später (Schweizer Zeit) kam es zum Luft-Angriff der USA, der die Situation verschärft. Die Vermittlung zwischen dem Iran und den USA dürfte sich für den Schweizer Diplomaten äusserst schwierig gestalten.

    «Angesichts der letzten Entwicklungen in der Region ruft die Schweiz beide Seiten dazu auf, jegliche Eskalationen zu vermeiden», appelliert Farago im Namen des EDA.

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