Schlagen Golfstaaten nun gegen den Iran zurück?

Iran greift gezielt Öl- und Gasanlagen am Golf an. Die Spannungen in der Region eskalieren deutlich.

Riad
Die saudische Hauptstadt Riad steht vermehrt unter Beschuss durch den Iran. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Iran greift Energieanlagen am Golf an.
  • Mehrere Anlagen stoppen die Produktion.
  • Die Spannungen steigen stark – nun drohen Vergeltungsschläge gegen Teheran.

Das iranische Regime weitet seine Angriffe aus: Nach Israel und US-Basen nimmt Teheran nun verstärkt gezielt die Nachbarstaaten am Golf ins Visier. Besonders die Öl- und Gasanlagen stehen im Fokus der Attacken.

Am Mittwoch warnte Iran mehrere Energieanlagen vor bevorstehenden Angriffen. Betroffen waren Anlagen in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar. Kurz nach der Warnung schlugen die iranischen Revolutionsgarden zu.

Ihr Ziel war Ras Laffan in Katar. Diese Anlage ist weltweit die grösste für verflüssigtes Erdgas.

Qatar Energy stoppt komplette Produktion

Der Angriff zwang den Betreiber Qatar Energy zur sofortigen Einstellung der Produktion. Der Produktionsstopp bedeutet für sie erhebliche Verluste.

Auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten gingen iranische Raketen nieder. Die Gas-Anlage Habshan musste den Betrieb einstellen. Nur dem Abfangen der Raketen war es zu verdanken, dass grössere Schäden ausblieben.

Weitere Angriffe trafen Öl-Anlagen in Abu Dhabi, Saudi-Arabien und Kuwait. Iran zeigt damit eine neue Strategie gegen seine Nachbarn am Golf.

Iran greift während Diplomatentreffen Saudi-Arabiens Hauptstadt an

Besonders provokant war das Vorgehen Teherans während einer wichtigen Konferenz. Die Aussenminister der Golfregion tagten gerade in Riad. Genau in diesem Moment griffen iranische Raketen die saudische Hauptstadt an.

Der Angriff während des Diplomatentreffens war eine bewusste Provokation. Saudi-Arabiens Aussenminister reagierte mit einer Vergeltungsdrohung. Die Spannungen in der Region erreichen einen neuen Höhepunkt.

Sollten die Golfstaaten jetzt in den neuen Nahostkrieg eingreifen?

Faisal Bin Farhan al Saud äusserte sich deutlich zur iranischen Strategie.

Der Aussenminister Saudi-Arabiens sagte: «Iran versucht nicht mit seinen Nachbarn zu reden, sondern seine Nachbarn unter Druck zu setzen. Und was ich kategorisch sagen kann: Das wird nicht funktionieren.»

Saudi-Arabien verliert Vertrauen in Iran

Der saudische Aussenminister machte die Konsequenzen der Angriffe klar. «Das wenige Vertrauen, das das Königreich zuvor in den Iran hatte, ist nun völlig zerstört.»

Die Golfstaaten stehen vor einer schwierigen Entscheidung. Bisher hielten sie sich aus dem Konflikt zwischen Iran und Israel heraus. Doch die direkten Angriffe auf ihre Energieanlagen ändern die Lage grundlegend, schreibt die «Bild».

Demnach könnten die Golfstaaten jetzt zu Angriffen gegen den Iran übergehen.

Denn: Die Attacken auf die Öl- und Gasinfrastruktur treffen die Golfstaaten an ihrer empfindlichsten Stelle. Diese Anlagen sind die Grundlage ihres Wohlstands und ihrer globalen Bedeutung.

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Kommentare

Medicine-1

Australien geht das öl aus, den VAE die investoren und touristen, den ami bürgern das geld wegen steigenden kosten und den europäern langsam die geduld. Gut gemacht donnie. Aber halb so schlimm, die "skeptiker" hier klatschen donnie immer noch beifall zu🥳😆!

User #9916 (nicht angemeldet)

Zur Erinnerung, der "Westen" hat den Streit begonnen und der Iran wehrt sich.

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