Im Prozess gegen die preisgekrönte Autorin und Filmemacherin Tsitsi Dangarembga hat ein Gericht in Simbabwe den Antrag der Verteidigung auf Entlastung abgelehnt.
Tsitsi Dangarembga, Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels, beim 10. Literaturfestival LIT:potsdam.
Tsitsi Dangarembga, Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels, beim 10. Literaturfestival LIT:potsdam. - Jens Kalaene/dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Dangarembga, die 2021 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhielt, wird in ihrer Heimat öffentlicher Aufruf zu Gewalt, Friedensbruch und Bigotterie vorgeworfen.

Das Verfahren soll am 10. August fortgeführt werden.

Dangarembga hatte im Juli 2020 an regierungskritischen Protesten teilgenommen und war kurzzeitig verhaftet worden. Die 63-Jährige muss sich vor einem Antikorruptionsgerichtshof in der Hauptstadt Harare rechtfertigen, das direkt Präsident Emmerson Mnangagwa untersteht. In dem Prozess geht es genau um die Themen, für die sich die mit einem Deutschen verheiratete Autorin seit Jahrzehnten in Büchern und Filmen einsetzt: Diskriminierung, Menschenrechte, Verfolgung und Korruption.

Der Prozess zieht sich seit vielen Monaten hin; Dangarembga erschien bereits 28 Mal vor Gericht. Im Fall einer Verurteilung drohen der Autorin mehrere Jahre Haft.

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