Perus neue Präsidentin Fujimori setzt auf mehr Sicherheit
Die konservative Politikerin Keiko Fujimori ist als neue Präsidentin Perus vereidigt worden und will härter gegen die Kriminalität im Land vorgehen.

«Wir werden jedes Stadtviertel, jede Strasse und jeden öffentlichen Raum für die peruanischen Familien zurückgewinnen», sagte Fujimori bei ihrer Amtseinführung im Kongresspalast in der Hauptstadt Lima, wie in der Live-Übertragung der Zeremonie zu sehen war. Dabei kündigte sie eine Stärkung der Polizei sowie Notverordnungen an.
Fujimori übernimmt das Präsidentenamt in einem politisch instabilen Land. In den vergangenen knapp zehn Jahren gab es in Peru acht verschiedene Staatschefs. Das politische System ist von wiederkehrenden Konflikten zwischen Parlament und Regierung geprägt.
Fujimori hatte sich bei der Stichwahl im Juni nur äusserst knapp gegen den Kandidaten der Linken, Roberto Sánchez, durchgesetzt. Für die 51-jährige Betriebswirtin war es bereits die vierte Kandidatur um das höchste Staatsamt.
Die japanischstämmige Politikerin löst José María Balcázar ab, der das Präsidentenamt seit Februar übergangsweise innehatte.
«Wir wollen die Lebensqualität der Peruaner verbessern», sagte Fujimori. Zu ihren weiteren Vorhaben zählt die Vorbereitung auf das Klimaphänomen «El Niño», dessen Auswirkungen in Peru in Kürze befürchtet werden. Zudem kündigte sie eine deutliche Anhebung der Renten sowie den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur an.
Zu der Zeremonie waren unter anderen Spaniens König Felipe VI., der argentinische Präsident Javier Milei und der chilenische Staatschef José Antonio Kast sowie weitere Präsidenten der Region angereist.
Fujimori ist die Tochter des wegen Menschenrechtsverletzungen verurteilten und bereits gestorbenen Ex-Präsidenten Alberto Fujimori. Sie sieht sich in der Tradition ihres Vaters, dessen Geburtstag auf den Tag ihrer Amtseinführung fiel. «Papa, heute gedenkt Peru Deiner, und Millionen tragen Dich in ihrem Herzen», schrieb sie kurz vor ihrem Amtseid auf ihren Social-Media-Kanälen.








