Neuwahl in Katalonien bringt keine Lösungen

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    Spanien,

    Die Konfrontation zwischen Separatisten und Zentralregierung geht nach der Neuwahl vermutlich unvermindert weiter. Aber wer wird Präsident? Spitzenkandidat Puigdemont ist in Brüssel, sein Ex-Vize Junqueras hinter Gittern. Das Ergebnis wirft Fragen auf.

    Die Vorsitzende der Fraktion der Partei Ciudadanos, Inés Arrimadas, freut sich mit ihren Anhängern über das gute Wahlergebnis ihrer Partei.
    Die Vorsitzende der Fraktion der Partei Ciudadanos, Inés Arrimadas, freut sich mit ihren Anhängern über das gute Wahlergebnis ihrer Partei. - Dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Nach dem Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien haben die Katalanen ihre neue Regierung gewählt.
    • Die spanischen Separatisten haben die absolute Mehrheit im Parlament verteidigt.
    • Erreicht wurde eine Rekord-Wahlbeteiligung von fast 82 Prozent.

    Die mit Spannung erwartete Neuwahl in Katalonien hat keinen politischen Richtungswechsel in der spanischen Krisenregion gebracht. Das Ergebnis der Abstimmung vom Donnerstag war weit deutlicher, als Umfragewerte zuvor erahnen liessen: So konnten die drei separatistischen Kräfte erneut eine absolute Mehrheit von 70 der insgesamt 135 Sitze des Parlaments in Barcelona erringen, wie die Wahlbehörde nach Auszählung fast aller Stimmen mitteilte.

    Ciudadanos dominiert die Wahl

    Die Gegner der Unabhängigkeit verpassten die absolute Mehrheit überraschend deutlich. Umfragen hatten zuvor lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Separatisten prognostiziert. Dennoch ging die liberale Partei Ciudadanos der Spitzenkandidatin Inés Arrimadas als eigentlicher Gewinner aus der Wahl hervor.

    Ciudadanos ist strikt gegen eine Loslösung der Region von Spanien und erzielte 37 Sitze - jedoch gab es wegen des schlechten Abschneidens der möglichen Koalitionspartner keine Chance auf eine Regierungsbildung.

    Puigdemont droht eine Festnahme

    Überraschend war auch das gute Abschneiden von Puigdemonts Allianz JuntsxCat (Gemeinsam für Katalonien), die entgegen aller vorherigen Umfrageergebnisse alleine auf 34 Sitze kam. Wie es nun weitergeht, war aber zunächst unklar. Sollte Puigdemont nach Spanien zurückkehren, droht ihm eine sofortige Festnahme.

    Rekord-Beteiligung von 82 Prozent

    Auch die linksnationalistische Partei ERC des in U-Haft sitzenden Spitzenkandidaten Oriol Junqueras schnitt gut ab und holte 32 Sitze. Ihm werden ebenso wie Puigdemont Rebellion und Aufruhr vorgeworfen, es drohen lange Haftstrafen.

    Fast 82 Prozent der 5,5 Millionen wahlberechtigten Katalanen waren zu den Urnen gegangen - ein neuer Rekord, der zeigt, wie wichtig den Bürgern die Unabhängigkeitsfrage ist.

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