Neues Museum widmet sich Schriftsteller Alexander Solschenizyn

    Keystone-SDA
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    Russland,

    Die stellvertretende Moskauer Bürgermeisterin Natalia Sergunina eröffnet heute Montag ein Museum zu Ehren von Schriftsteller Alexander Solschenizyn.

    Alexander Solschenizyn mit Wladimir Putin.
    Der russische Präsident Wladimir Putin (r) traff Schriftsteller Alexander Solschenizyn im Jahr 2007. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Schriftsteller und Dissidenten Alexander Solschenizyn ist im Jahr 2008 gestorben.
    • Eine Ausstellung zeigt in verschiedenen Themenbereichen Leben und Werk des Russen.

    In Moskau erinnert seit heute Montag ein Museum an den vor 100 Jahren geborenen Schriftsteller und Dissidenten Alexander Solschenizyn (1918-2008). Es wurde in der früheren Wohnung des Autors der Lagerchronik «Archipel Gulag» und Literaturnobelpreisträgers von 1970 eingerichtet, wie russische Medien heute Montag berichteten.

    Die stellvertretende Moskauer Bürgermeisterin Natalia Sergunina sagte bei der Eröffnung des Museums: «Es ist eine Hommage an die Menschen, die mit ihm zusammen waren.» Die Einrichtung werde sehr gefragt sein. «Etwas Grosses kann man nicht nur über Werke spüren, sondern auch durch ein Nachempfinden der Epoche und deren Alltag», sagte sie.

    In der Wohnung seiner Verhaftung

    Die Ausstellung zeigt in verschiedenen Themenbereichen Leben und Werk des Schriftstellers. Das Museum wurde in der Wohnung eingerichtet, in der Solschenizyn Anfang der 1970er Jahre verhaftet wurde. An der Eröffnung nahm auch seine Witwe teil.

    Solschenizyn errang ersten Ruhm 1963 mit dem Roman «Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch», der auf seiner eigenen bitteren Erfahrung als politischer Häftling im Straflager beruhte. 1974 bürgerte die Sowjetunion den unbeugsamen Kritiker aus. Erst 20 Jahre später konnte er in seine Heimat zurückkehren. Solschenizyn lehnte die westliche Demokratie ab und trat für einen eigenständige Entwicklung des christlich-orthodoxen Russlands ein.

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