Nach Grubenunglück in Russland: Alle Toten geborgen

    Keystone-SDA
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    Russland,

    In Russland wurden die Bergungsarbeiten in einem Kohlekraftwerk nach der Explosion vor über zwei Wochen abgeschlossen. Es wurden 51 Tote geborgen.

    Rettungskräfte bereiten sich auf den Einsatz in dem Kohlebergwerk im Gebiet Kemerowo vor. Foto: Uncredited/Russian Ministry for Emergency Situations/AP/dpa
    Rettungskräfte bereiten sich auf den Einsatz in dem Kohlebergwerk im Gebiet Kemerowo vor. Foto: Uncredited/Russian Ministry for Emergency Situations/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Vor mehr als zwei Wochen kam es in einem russischen Kohlebergkraftwerk zu einer Explosion.
    • Nun wurden alle 51 Todesopfer geborgen.
    • Damit sind die Bergungsarbeiten abgeschlossen.

    Mehr als zwei Wochen nach einer schweren Explosion in einem russischen Kohlebergwerk sind alle 51 Todesopfer geborgen. Einsatzkräfte des Zivilschutzes brachten im Westen Sibiriens die letzte Leiche aus dem Schacht «Listwjaschnaja» an die Oberfläche, wie der Gouverneur des Gebiets Kemerowo, Sergej Zwiljow, am Montag mitteilte. Die Bergungsarbeiten seien damit abgeschlossen. Ein Verletzter werde noch im Krankenhaus behandelt.

    Nach einer Methangasexplosion waren in der Kohlegrube Ende November 46 Bergarbeiter und 5 Einsatzkräfte, die die Männer retten wollten, gestorben. Wegen der Gefahr neuer Explosionen hatten sich die Bergungsarbeiten hingezogen. Es handelte sich um das schwerste Bergwerksunglück in Russland seit mehr als zehn Jahren. Mehr als 100 Menschen waren bei der Explosion verletzt worden.

    Putin fordert Veränderungen

    Die Behörden haben wegen Verstössen gegen Sicherheitsvorschriften in der Mine im Ort Belowo rund 3000 Kilometer östlich von Moskau fünf Haftbefehle gegen Verantwortliche der Bergwerksleitung und der Aufsichtsbehörden erlassen. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte die «Profitgier» im Bergbau kritisiert, durch die Menschen einem tödlichen Risiko ausgesetzt würden. Er forderte Veränderungen.

    Bei Arbeiten im Bergbau wird das leicht entzündliche Grubengas Methan freigesetzt, das sich bei schlechter Belüftung in den Schächten unter Tage ansammelt. Die Arbeit in dem berühmten Kusnezker Kohlebecken – Kusbass – gilt als lebensgefährlich. Auch Deutschland bezieht Kohle aus Russland.

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