Myanmars Armeechef auf Facebook gesperrt

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    USA,

    Wegen der Verbreitung von Hassbotschaften hat Facebook den Oberbefehlshaber von Myanmars Armee, Min Aung Hlaing, gesperrt.

    Oberbefehlshaber von Myanmars Armee
    Oberbefehlshaber von Myanmars Armee, Min Aung Hlaing (Mitte), während der Zeremonie des 71. Tag der Märtyrer. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Facebook sperrt Seiten und Personen aus Myanmar, darunter den Armeechef.
    • Grund für die Sperrung ist die Verbreitung von Hassbotschaften.

    Insgesamt 20 Personen, darunter Myanmars Oberbefehlshaber Min Aung Hlaing und Organisationen aus Myanmar würden von der Plattform wegen der Verbreitung von Hassbotschaften verbannt, teilte der Social-Media-Riese heute Montag mit. «Wir wollen verhindern, dass sie unseren Dienst nutzen, um ethnische und religiöse Spannungen weiter anzuheizen», hiess es vom US-Unternehmen.

    Den Angaben zufolge wurden 52 Facebook-Seiten, 18 Facebook-Konten und ein Instagram-Konto mit zusammen fast zwölf Millionen Followern entfernt – darunter auch vorgeblich unabhängige Nachrichten- und Meinungsseiten, auf denen heimlich Botschaften des Militärs verbreitet worden seien.

    Facebook handelte zu langsam

    Facebook verwies auf einen vom UN-Menschenrechtsrat in Auftrag gegebenen Bericht vom Montag, in dem internationale Experten dem Militär von Myanmar Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen hatten. Die UN-Experten hatten die Weiterverbreitung von Hasskommentaren in sozialen Medien, die den Nährboden für die Verfolgung der Minderheit der Rohingya bereiten, scharf kritisiert. «Wir haben zu spät reagiert», räumte Facebook ein.

    Rund 700 000 Rohingya waren seit Ende August 2017 vor Gewalt des Militärs aus Myanmar nach Bangladesch geflohen. Wegen der Verbreitung hetzerischer Nachrichten und von Falschinformationen über sie hatte Facebook bereits einige radikale buddhistische Gruppen gesperrt.

    Eine Facebook-Sperre bedeutet nicht nur, dass die Betroffenen keinen Facebook-Auftritt haben dürfen. Unterstützende oder lobende Inhalte über die Gesperrten werden darüber hinaus entfernt.

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