Mutmasslicher Sexualstraftäter in Untersuchungshaft

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    Deutschland,

    Nach Hinweisen aus der Bevölkerung konnte der 34-Jährige am Donnerstag festgenommen werden. Mittlerweile sitzt er in Untersuchungshaft.Vorgeworfen wird ihm sexueller Missbrauch von Kindern.

    Einem 34-Jährigen aus Marburg wird vorgeworfen, Kinder sexuell missbraucht zu haben. Er wurde in Untersuchungshaft gebracht.
    Einem 34-Jährigen aus Marburg wird vorgeworfen, Kinder sexuell missbraucht zu haben. Er wurde in Untersuchungshaft gebracht. - Julian Stratenschulte/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein mutmasslicher Sexualstraftäter ist einen Tag nach seiner Festnahme in Marburg in Untersuchungshaft gebracht worden.

    Die Haftrichterin habe den Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern sowie des Herstellens kinderpornografischer Inhalte erlassen, teilten das hessische Landeskriminalamt in Wiesbaden, die Staatsanwaltschaft Marburg und die Polizeipräsidien von Mittel- und Nordhessen am Freitag mit. Der 34-Jährige habe zu den Vorwürfen keine Angaben gemacht.

    Nach den bisherigen Ermittlungen soll er von November 2022 bis Mitte Mai dieses Jahres über Internet-Plattformen und Messengerdienste Kontakt zu Kindern und Jugendlichen aufgenommen haben. Mit einigen soll er sich getroffen und gegen Zuwendungen wie Geld oder Geschenken sexuelle Handlungen an ihnen vorgenommen haben. In anderen Fällen soll er die kontaktierten Kinder und Jugendlichen aufgefordert haben, an sich selbst sexuelle Handlungen vorzunehmen und ihm davon Fotos oder Videos zu schicken.

    Die Behörden gehen nach wie vor von mindestens elf geschädigten Kindern und Jugendlichen aus dem Schwalm-Eder-Kreis, dem Landkreis Marburg-Biedenkopf, Wiesbaden sowie Nordrhein-Westfalen und dem Saarland aus. Bei der Durchsuchung der Wohnung des Mannes in Marburg am Donnerstag war der Mitteilung zufolge viel Beweismaterial gefunden worden, darunter Datenträger, die nun ausgewertet werden.

    Die Polizei hatte am Mittwochabend die Bevölkerung zur Mithilfe bei der Suche nach dem bis dahin nicht identifizierten Mann aufgerufen und dazu auch Fotos von ihm veröffentlicht. Es gab mehrere konkrete Hinweise auf den 34-Jährigen, am Donnerstagmittag erfolgte die Festnahme. Für mögliche weitere Opfer wurde eine Telefonnummer eingerichtet, nach Auskunft der Staatsanwaltschaft hat sich bislang niemand gemeldet.

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