Unwetter

    Mindestens zehn Tote bei heftigen Unwettern in Australien

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    Australien,

    Schwere Unwetter fordern mindestens zehn Menschenleben in Australien.

    Durch die Stürme, die Queensland verwüsteten, sind seit dem ersten Weihnachtstag mehrere Menschen gestorben.
    Durch die Stürme, die Queensland verwüsteten, sind seit dem ersten Weihnachtstag mehrere Menschen gestorben. - Jason O’brien/AAP/dpa

    Schwere Unwetter haben im Osten und Südosten Australiens mindestens zehn Menschen das Leben gekostet. Allein im Bundesstaat Queensland gab es über die Weihnachtstage sieben Tote, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte.

    So wurden unter anderem die Leichen von drei Männern geborgen, deren Boot tags zuvor vor der Regionalhauptstadt Brisbane gekentert war. Insgesamt waren elf Männer zu einem Angelausflug aufgebrochen, als ihr Boot von dem Sturm erfasst wurde. Die übrigen acht Angler wurden gerettet.

    Unter den Opfern war nach Polizeiangaben auch ein neunjähriges Mädchen, das am Vortag in einem Vorort Brisbanes von Wassermassen fortgerissen und in die Kanalisation gespült worden war. Zwei 40 und 46 Jahre alte Frauen ertranken in einem Fluss, nachdem sie ebenfalls von den Fluten erfasst wurden, wie es hiess. An der Gold Coast war zudem eine 59-Jährige von einem umstürzenden Baum erschlagen worden.

    Rettungsdienste kämpfen gegen Naturgewalten

    Östlich von Melbourne im Bundesstaat Victoria riss eine Sturzflut zwei Menschen auf einem Campingplatz in den Tod, wie die Rettungsdienste mitteilten. Zudem starb ein Mann wegen eines herabfallenden Asts.

    Grosses Glück hatte eine 29-Jährige, die laut Polizei in den Fluss Werribee gesprungen war, um ihre Hündin Minka zu retten. Sie wurden beide weggespült, die Frau konnte sich aber auf einer kleinen Insel an einen Baum klammern und wurde – samt dem Vierbeiner – unverletzt geborgen, wie es hiess.

    Unwetter dieser Intensität habe es in der Region noch nie gegeben, sagte Queenslands Premierminister Steven Miles. Die Schäden gingen in die Milliarden. Medienberichten zufolge wurden Hunderte Gebäude von Sturm, Überflutungen oder Hagel beschädigt. Allein am Weihnachtstag seien etwa 250 000 Blitze gezählt worden.

    Stromausfälle und Wetterwarnungen

    In Queensland waren wegen Sturmschäden an Stromleitungen überdies noch etwa 90'000 Haushalte ohne Elektrizität, wie der örtliche Versorger meldete. Der australische Wetterdienst warnt seit Tagen vor starkem Regen und Gewittern an nahezu der gesamten Ostküste. An Weihnachten hatte heftiger Regen in der Metropole Sydney Sturzfluten verursacht, Strassen und Gebäude standen unter Wasser.

    Am Donnerstag sollten die Unwetter nachlassen. In Australien ist gerade Sommer. Der Westen des riesigen Kontinents wird dagegen von Trockenheit und Buschbränden heimgesucht.

    Südöstlich der Millionenmetropole Perth war am Dienstag ein Angehöriger der freiwilligen Feuerwehr bei einem Einsatz ums Leben gekommen. Australien ist besonders vom Klimawandel betroffen. Ein Bericht des Weltklimarates vom Februar 2022 geht davon aus, dass das Land in Zukunft noch häufiger von verheerenden Naturereignissen heimgesucht werden wird.

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