Millionen Menschen am Horn von Afrika von Hunger betroffen

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Nach zwei Dürrejahren in Folge sind am Horn von Afrika mehr als 18,4 Millionen Menschen von Lebensmittelmangel, Hunger und Unterernährung bedroht.

    Seit Monaten dauert in Somalia, Kenia und Äthiopien eine schwere Dürre an.
    Seit Monaten dauert in Somalia, Kenia und Äthiopien eine schwere Dürre an. - Dong Jianghui/XinHua/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Äthiopien, Somalia und Kenia spitzt sich die Ernährungslage zu.
    • 7 Millionen Kinder gelten als unterernährt.
    • Grund dafür ist unter anderem die anhaltende Dürre in den betroffenen Regionen.

    Bis September könnte die Zahl der Betroffenen in Äthiopien, Somalia und Kenia nach Angaben des UN-Nothilfeprogramms OCHA vom Montag sogar auf 20 Millionen steigen.

    Demnach gelten mehr als 7,1 Millionen Kinder in den betroffenen Regionen als unterernährt, darunter seien etwa zwei Millionen schwer unterernährte Kinder.

    Zu der sich zuspitzenden Lage habe auch beigetragen, dass wegen Wasser- und Futtermangels rund sieben Millionen Tiere verendet seien. Für die Nomaden und Halbnomaden in den Dürregebieten bedeutet der Verlust von Rindern, Schafen und Ziegen der Verlust ihrer wirtschaftlichen Existenz, das Fehlen von Milch habe zudem zur Unterernährung der Kinder beigetragen, hiess es.

    Fehlende Getreidelieferungen erschweren Hilfsprogramme

    Zudem hat der Krieg in der Ukraine Auswirkungen auch auf die Lebensmittelpreise am Horn von Afrika, ausbleibende Getreidelieferungen erschweren die Versorgungslage und Hilfsprogramme.

    Somalier, die aus dürregeplagten Gebieten geflohen sind, sitzen in einem behelfsmässigen Lager am Rande der Hauptstadt Mogadischu.
    Somalier, die aus dürregeplagten Gebieten geflohen sind, sitzen in einem behelfsmässigen Lager am Rande der Hauptstadt Mogadischu. - Farah Abdi Warsameh/AP/dpa

    Viele Wasserquellen seien versiegt und die Preise für Wasserlieferungen seit November 2021 um 71 Prozent angestiegen, hiess es weiter. Der Wassermangel führe zudem zu einer Verschlechterung der hygienischen Bedingungen und mehr gesundheitlichen Problemen. Seit Januar 2021 hätten bereits mehr als eine Million Menschen ihre Dörfer verlassen, darunter allein 805'000 Menschen in Somalia.

    Bisher sei nur ein geringer Teil der Mittel aufgebracht worden, damit die Regierungen der betroffenen Länder und Hilfsorganisationen die Folgen der Dürre bekämpfen und den Menschen helfen könnten, so die UN. In den kommenden Monaten würden umgerechnet 1,6 Milliarden Euro benötigt.

    Eine Entwarnung ist nicht in Sicht: Langfristigen meteorologischen Prognosen zufolge könnte auch die im Oktober beginnende nächste Regenzeit keine Abhilfe schaffen.

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