Kongolesischer Rebellenführer will weitere Städte erobern

    Kongolesischer Rebellenchef Corneille Nangaa kündigt weitere Eroberungen an und will Präsident Tshisekedi stürzen.

    Rebellenmiliz
    Der kongolesische Rebellenführer Corneille Nangaa hat angekündigt, weitere Städte und Ortschaften unter seine Kontrolle zu bringen. (Archivbild) - keystone

    Der kongolesische Rebellenführer Corneille Nangaa hat die Eroberung weiterer Städte und Ortschaften angekündigt. Er werde sich nie aus Goma zurückziehen, sagte Nangaa in einer Rede vor Tausenden Menschen in einem Stadion der vor zehn Tagen eroberten Provinzhauptstadt Goma. Ziel sei es, den kongolesischen Präsidenten Félix Tshisekedi aus dem Amt zu jagen.

    Nangaa ist der Chef der Alliance Fleuve Congo (Kongo-Flussallianz), eines Bündnisses politischer und militärischer Gruppen, deren stärkste Gruppierung die Miliz M23 ist. Die M23 hatte eine Feuerpause ausgerufen, um humanitäre Hilfe zu ermöglichen.

    Dennoch kämpften die Rebellen in der Nachbarprovinz Süd-Kivu weiter und eroberten die Stadt Nyabibwe, die etwa 130 Kilometer von Goma entfernt liegt. Die Rebellen hätten alle strategischen Punkte der Stadt gesichert, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur.

    Machtübernahme durch Rebellion

    Die Stadt ist 64 Kilometer von der strategisch wichtigen Provinzhauptstadt Bukavu entfernt. In der Millionenstadt Goma demonstrieren M23 und AFC unterdessen eine neue Normalität und setzten eigene Bürgermeister sowie einen Provinzgouverneur ein.

    In seiner Stadionrede rief Nangaa die Eltern auf, ihre Kinder wieder in die Schulen zu schicken. Beamte sollten in ihre Behörden zurückkehren. Am Montag soll ausserdem der Lehrbetrieb in den Hochschulen wieder aufgenommen werden.

    Die M23 hatte Ende Januar Goma in der Provinz Nord-Kivu angegriffen und nach tagelangen Kämpfen eingenommen. Nach UN-Angaben gab es bei den Kämpfen in Goma mindestens 2900 Tote.

    Internationale Aufmerksamkeit für Ostkongo

    Am Freitag und Samstag befasst sich im tansanischen Daressalam ein gemeinsamer Sondergipfel der ostafrikanischen Staaten und der Staatengemeinschaft des südlichen Afrikas mit der Krise im Ostkongo. Die Rebellen, die nach Ansicht von Experten vom Nachbarland Ruanda unterstützt werden, sind seit Jahren im Ost-Kongo aktiv.

    Sie haben mittlerweile die Kontrolle über grosse Teile der Provinz Nord-Kivu gewonnen. In der rohstoffreichen Region werden einige der seltensten und wertvollsten Metalle der Welt in grossen Mengen abgebaut. Darunter Coltan, Gold, Nickel, Kobalt und Kupfer.

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    Kommentare

    User #1373 (nicht angemeldet)

    Seit über 30 Jahren pumpen etliche Länder Milliarden an Entwicklungshilfe-Gelder nach Afrika, Afghanistan... jedoch ohne jegliche Entwicklung.

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