Kein Ende der Proteste gegen Putsch in Myanmar - Panzer in Rangun

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Myanmar,

    Erneut sind in Myanmar Zehntausende Menschen auf die Strasse gegangen, um gegen den Militärputsch zu demonstrieren.

    Panzer des myanmarischen Militärs fahren in der Innenstadt von Rangun (Yangon). Foto: Thet Htoo/ZUMA Wire/dpa
    Panzer des myanmarischen Militärs fahren in der Innenstadt von Rangun (Yangon). Foto: Thet Htoo/ZUMA Wire/dpa - sda - Keystone/ZUMA Wire/Thet Htoo

    Das Wichtigste in Kürze

    • Am Abend (Ortszeit) seien zahlreiche Panzer in Rangun eingefahren, berichtete ein Augenzeuge der Deutschen Presse-Agentur.

    In Myanmar sind auch am Sonntag Zehntausende Menschen gegen den Putsch und die Militärjunta auf die Strasse gegangen. Vor der US-Botschaft in Rangun, der grössten Stadt des Landes, versammelte sich wie schon am Samstag eine Menschenmenge, um die harte Haltung Washingtons gegen die Putschisten zu unterstützen.

    Präsident Joe Biden hatte am vorigen Mittwoch im Weissen Haus Sanktionen gegen die führenden Generäle und mit ihnen verbundene Unternehmen angekündigt. Unterdessen wächst die Angst vor einer gewaltsamen Reaktion des Militärs.

    Am Abend (Ortszeit) seien zahlreiche Panzer in Rangun eingefahren, berichtete ein Augenzeuge der Deutschen Presse-Agentur. Entsprechende Fotos waren auch in sozialen Netzwerken zu sehen. Das Internet solle auf Anweisung der Armee die ganze Nacht gesperrt werden, schrieb die Zeitung «The Irrawaddy». «Die Leute befürchten Schlimmes» sagte der Augenzeuge. In der Vergangenheit hatte das Militär jeden Widerstand mit brutaler Härte niedergeschlagen.

    Proteste in der Hauptstadt Naypyidaw

    Nach dem Militärputsch in Myanmar - Proteste
    Demonstranten in Rangun halten Schilder mit einem Bild der De-Facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi bei einem Protest gegen die Militärregierung hoch. - dpa

    «Helft Myanmar», «Wir wollen keine Diktatur» und «Respektiert unsere Stimmen» war zuvor in Rangun (heute offiziell Yangon) auf Transparenten in englischer Sprache unter anderem zu lesen. Das Portal «Eleven Myanmar» meldete am neunten Protesttag in Folge auch Demonstrationen aus den Städten Mawlamyaing, Muse, Magway, Taunggi und Mandalay.

    Die Agentur «Myanmar Now» berichtete von Protesten in der Hauptstadt Naypyidaw. Dort seien vor allem Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes in einer Welle des zivilen Ungehorsams auf die Strasse gegangen. Im Netz waren auch Fotos von Polizisten zu sehen, die sich Protesten anschlossen.

    Das Militär hatte sich im früheren Birma in der Nacht zum 1. Februar zurück an die Macht geputscht und die De-Facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi sowie zahlreiche weitere Politiker in Gewahrsam genommen. Die Junta hat einen einjährigen Ausnahmezustand verhängt und ein neues Kabinett ernannt. Als offiziellen Grund gab die Armee Wahlbetrug bei der Parlamentswahl vom November an, die Suu Kyis Partei Nationale Liga für Demokratie (NLD) klar gewonnen hatte.

    Kommentare

    Weiterlesen

    myanmar
    4 Interaktionen
    Nach Putsch
    Will Macht festigen
    Betreutes Wohnen
    Betreutes Wohnen

    MEHR IN NEWS

    Mols SG
    Mols SG
    Alt St. Johann SG
    Alt St. Johann SG
    Lindt Sprüngli
    Lindt&Sprüngli
    Mulegé

    MEHR AUS MYANMAR

    Luftangriff Myanmar
    3 Interaktionen
    In Myanmar
    Myanmar
    Naypyidaw
    Naypyidaw