Schweizer Armee

    Kämpfe im Sudan zwischen Armee und paramilitärischen Gruppen

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    Sudan,

    Am Samstagmorgen gab es in mehreren Stadtteilen der sudanesischen Hauptstadt anhaltende Schüsse und Explosionen.

    Sudan
    In Sudan ist es zu Kämpfen gekommen. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Zwischen den Streitkräften und paramilitärischen Gruppen ist die Situation eskaliert.
    • Einer dieser Gruppen sollte eigentlich in das staatliche Militär integriert werden.

    In Sudans Hauptstadt Khartum sind Spannungen zwischen den Streitkräften und paramilitärischen Gruppen eskaliert. Am Samstagmorgen gab es in mehreren Stadtteilen anhaltende Schüsse und Explosionen, darunter im Norden, wo sich der Flughafen und der Präsidentenpalast befinden sowie im Süden der Stadt. Dort befindet sich das Hauptquartier der paramilitärischen Gruppe Rapid Support Forces (RSF), die eigentlich in das staatliche Militär integriert werden soll.

    Die RSF erklärten, sudanesische Soldaten seien am Samstagmorgen in ihr Hauptquartier einmarschiert. Medienberichten zufolge sollen RSF-Kräfte den Flughafen in Khartum angegriffen haben. Erst am Donnerstag hatte die sudanesische Armee vor einer Mobilisierung der RSF gewarnt.

    Beobachter sahen in der Mobilmachung eine Drohgebärde des mächtigen RSF-Anführers Mohammed Hamdan Daglo gegen den Machthaber und Oberbefehlshaber Abdel Fattah al-Burhan. Befürchtet wurden gewaltsame Zusammenstösse, die in einen erneuten Bürgerkrieg münden könnten.

    Streit verzögert Übergang zu ziviler Regierung

    Seit dem Sturz von Langzeitmachthaber Omar al-Baschir im April 2019 hält das Militär unter der Führung von General al-Burhan die Macht im Land. Die Eingliederung der berüchtigten RSF in das Militär ist eine der wichtigsten Bedingungen für die Bildung einer Zivilregierung. Das Militär und die RSF führten zwar im Herbst 2021 gemeinsam einen militärischen Coup an, in den vergangenen Monaten mehrten sich aber die Spannungen zwischen den beiden militärischen Anführern.

    Der Streit verzögert den von Machthaber al-Burhan versprochenen Übergang zu einer zivilen Regierung. Zuletzt hatte sich Daglo überraschend für einen schnellen Übergang zu einer Zivilregierung ausgesprochen und sich damit in Opposition zu al-Burhan gestellt.

    Den ursprünglichen Plänen zufolge hätte sich al-Burhan spätestens 2021 aus der Übergangsregierung zurückziehen und die Führung des Landes Zivilisten überlassen müssen. Stattdessen putschte sich das Militär erneut an die Macht und verschob demokratische Wahlen auf unbestimmte Zeit. In dieser Woche verschob das Militär die Ernennung eines neuen Premierministers und verzögerte die Machtübergabe erneut.

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