Irans Präsident droht Emiraten nach Israel-Deal mit härterer Gangart

    Keystone-SDA
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    Iran,

    Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen diplomatische Beziehungen mit Israel aufnehmen – dem Iran passt dies aber nicht.

    HANDOUT - Hassan Ruhani, Präsident des Iran, trägt einen Mundschutz während er eine Sitzung des Nationalen Komitees zur Bekämpfung des Coronavirus leitet. Foto: -/Iranian Presidency/dpa - ATTENTION: editorial use only and only if the credit mentioned above is referenced in full
    HANDOUT - Hassan Ruhani, Präsident des Iran, trägt einen Mundschutz während er eine Sitzung des Nationalen Komitees zur Bekämpfung des Coronavirus leitet. Foto: -/Iranian Presidency/dpa - ATTENTION: editorial use only and only if the credit mentioned above is referenced in full - sda - Keystone/Iranian Presidency/-

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen ihre Beziehung zu Israel normalisieren.
    • Der iranische Präsident Ruhani droht dem Land mit Konsequenzen, sollten sie das tun.
    • Er nannte eine Annäherung einen Verrat an Palästinenser und Muslimen weltweit.

    Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) wegen der Normalisierung der Beziehungen zu Israel mit Konsequenzen gedroht. «Falls die VAE mit dem Gedanken spielen, Israel den Zutritt zu der Region (am Persischen Golf) zu ermöglichen, wird ihnen gegenüber eine härtere Gangart eingeschlagen», erklärte Ruhani am Samstag.

    Israel setzt Annexion von Westjordanland aus

    Die VAE wollen als drittes arabisches Land diplomatische Beziehungen zu Israel aufnehmen. Nach einem am Donnerstag verkündeten Abkommen will Israel im Gegenzug die Annektierung palästinensischer Gebiete im besetzten Westjordanland aussetzen.

    Die Vorstellung der Emirate, mit einer Annäherung an Israel ihre politische und wirtschaftliche Sicherheit zu festigen, sei eine Fehlkalkulation, erklärte Ruhani auf seiner Webseite. Ruhani wertet die Vereinbarung der Emirate mit Israel als Verrat an den Palästinensern und Muslimen weltweit.

    Revolutionsgarde Iran
    Mitglieder der iranischen Revolutionsgarde. (Archivbild) - Keystone

    Auch die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) drohten den VAE Konsequenzen an. «Das war ein giftiger Stich in den Rücken der islamischen Welt und eine historische Dummheit», erklärten die IRGC am Samstag.

    Die zum Scheitern verurteilte Vereinbarung werde den Kollaps Israels beschleunigen und die Zukunft der VAE gefährden. Schon am Freitag hatte das iranische Aussenministerium die Vereinbarung als strategische Dummheit bezeichnet, die die anti-israelische Widerstandsfront stärken werde.

    Seit der islamischen Revolution von 1979 erkennt der Iran die Souveränität des israelischen Staates nicht an. Teheran betrachtet das Land als seinen Erzfeind und hat mehrmals mit der Vernichtung Israels gedroht. Auch die Beziehungen zu den VAE sind nach dem Angriff iranischer Demonstranten auf die saudischen Botschaft in Teheran im Jahr 2016 angespannt.

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