Iran richtet vier Männer nach Sabotagevorwürfen hin

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    Vier kurdische Männer im Iran hingerichtet – Vorwurf der Zusammenarbeit mit dem Mossad.

    Hinrichtungen im Iran
    Demonstration gegen die Hinrichtungen im Iran vor dem Auswärtigen Amt in Berlin (Archivbild). - Fabian Sommer/dpa

    Irans Justiz hat vier Angehörige der kurdischen Minderheit nach Sabotagevorwürfen hinrichten lassen. Wie das Justizportal Misan am Montag schrieb, wurde den Männern die Zusammenarbeit mit dem Geheimdienst Mossad des Erzfeindes Israel zur Last gelegt.

    Die Angeklagten sollen einen Anschlag auf eine Fabrik des Verteidigungsministeriums in der Stadt Isfahan geplant haben. Dafür seien die Männer in «afrikanischen Ländern» durch den Mossad trainiert worden.

    Kritik an unfairem Prozess und erzwungenen Geständnissen

    Laut Misan hatten die Angeklagten Berufung gegen ihr Todesurteil eingelegt. Die in Norwegen ansässige Menschenrechtsorganisation Hengaw warf der Islamischen Republik einen unfairen Prozess vor.

    «Während des gesamten Prozesses wurden den Gefangenen ihre grundlegenden Rechte auf rechtliche Vertretung, Besuche und sogar die Kommunikation mit ihren Familien verwehrt», schrieb Hengaw in einer Mitteilung.

    Todesstrafe als Instrument der Unterdrückung?

    Die Geständnisse der vier Kurden seien unter Folter erzwungen worden. Menschenrechtsaktivisten kritisieren die Praxis der Todesstrafe im Iran seit Jahrzehnten. Offizielle Zahlen zu den Hinrichtungen gibt es nicht.

    Laut einem Jahresbericht von Hengaw wurden im vergangenen Jahr 829 Menschen exekutiert. Amnesty International wirft den Behörden vor, die Todesstrafe als «Instrument der Unterdrückung» ethnischer Minderheiten einzusetzen.

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