Indonesien erreicht Selbstversorgung mit Reis und stoppt Entwaldung
Indonesien stoppt ein Entwaldungsprojekt für den Reisanbau. Das Land habe bei diesem Grundnahrungsmittel die Selbstversorgung erreicht, teilte die Regierung am Dienstag mit.

Die Regierung hatte 2024 ein Programm lanciert, um die Abhängigkeit von Reisimporten innerhalb von fünf Jahren zu beenden. Dafür sollten drei Millionen Hektar Land für den Reisanbau erschlossen werden.
Präsident Prabowo Subianto bezeichnete die Entwicklung in diesem Jahr als «wichtigen Sieg». Daten hätten gezeigt, dass die inländische Produktion ausgereicht habe, um die Nachfrage im gesamten Land zu decken. Indonesien gehört weltweit zu den grössten Reisverbrauchern.
Der indonesische Klimabeauftragte Hashim Djojohadikusumo, der zugleich Prabowos Bruder ist, erklärte am Dienstag, die strategischen Reisreserven des Landes hätten rund 5,3 Millionen Tonnen erreicht. «Die Regierung hält es nicht mehr für notwendig, die Reisanbauflächen in den sogenannten Waldgebieten auszuweiten», sagte er.
Stattdessen werde sich die Regierung auf «Massnahmen zur Intensivierung» konzentrieren, etwa durch den Einsatz hochwertigerer Saatgutsorten, um die Erträge im Reisanbau zu steigern, fügte er hinzu.
Nach Angaben der Nationalen Ernährungsagentur, einer Regierungsstelle zur Stärkung der Ernährungssicherheit, produzierte Indonesien 2025 insgesamt 34,71 Millionen Tonnen Reis. Damit übertraf die Produktion den jährlichen Bedarf von 31,19 Millionen Tonnen.
Indonesien gehört zu den waldreichsten Ländern der Welt und ist damit eine wichtige Kohlenstoffsenke. Diese nimmt einen Teil der klimaschädlichen Emissionen auf, die für die Erderwärmung verantwortlich sind und unter anderem bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe entstehen.
Die fortgesetzte Zerstörung der Wälder zugunsten der Landwirtschaft und der Forstwirtschaft sowie ausser Kontrolle geratene Brände verringern jedoch die Fähigkeit der Wälder, Kohlenstoff aufzunehmen.










