Hurrikan

    Hurrikan «Iota» fordert mindestens 21 Tote

    Keystone-SDA
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    Nicaragua,

    Der Hurrikan «Iota» traf am Montagabend auf Nicaragua und zog weiter über Honduras. Mindestens 21 Personen starben, die Opferzahl dürfte weiter steigen.

    Hurrikan «Iota»
    Rund zwei Wochen nach dem verheerenden Hurrikan «Eta» hat ein zweiter gefährlicher Sturm in Mittelamerika Land erreicht. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Am Montagabend erreichte der Sturm «Iota» in Mittelamerika das Land.
    • Mindestens 21 Menschen sind dabei ums Leben gekommen.
    • Die Opferzahl dürfte weiter steigen.

    Der schwere Sturm «Iota» hat in Mittelamerika und Kolumbien mindestens 21 Menschen das Leben gekostet. Das geht aus ersten Zahlen der Behörden mehrerer Länder hervor.

    Mit mindestens zehn Todesopfern war die Zahl in Nicaragua am höchsten. Dort traf «Iota» als Hurrikan der Kategorie vier mit Windgeschwindigkeiten von 250 Kilometern pro Stunde am Montagabend (Ortszeit) auf Land. In der Folge zog er weiter über Honduras und schwächte sich dabei immer mehr ab. Am Mittwoch handelte es sich noch um ein Tiefdruckgebiet.

    Iota
    Der Sturm zerstörte mehrere Brücken. - Keystone

    Die Opferzahlen dürften noch steigen, da viele Gegenden wegen Überschwemmungen, Stromausfällen und anderen Sturmschäden zunächst unzugänglich waren.

    Zwei Wochen zuvor wütete Sturm «Eta»

    In Nicaragua waren nach offiziellen Angaben 28 Brücken beschädigt. Auf einem Berg im Westen des Landes kamen laut Regierung bei einem Erdrutsch mindestens vier Menschen ums Leben. Darunter drei Kinder. Sieben Personen wurden vermisst.

    Iota
    Überflutungen in Managua, Nicaragua, 17 November 2020. - Keystone

    Der Sturm traf eine Region, die sich noch nicht von den Folgen von «Eta» erholt hatte. «Eta» hatte knapp zwei Wochen zuvor als Hurrikan der Stufe vier in Nicaragua das Land erreicht. Mindestens 174 Menschen starben, 74 davon in Honduras und 46 in Guatemala.

    iota
    Eine Frau ruht in einer Hängematte in einer Notunterkunft in der Gemeinde La Bomba in Siuna. Rund zwei Wochen nach dem verheerenden Hurrikan «Eta» hat ein zweiter gefährlicher Sturm Teile Mittelamerikas verwüstet. - dpa

    Knapp 100 Bewohner eines Dorfes in Guatemala, das verschüttet wurde, galten noch als vermisst. Tausende Familien verloren ihr Zuhause. 1,5 Millionen Menschen brauchten nach Angaben des Kinderhilfswerks World Vision schon vor Ankunft von «Iota» dringend humanitäre Hilfe.

    Ungewöhnlich viele starke Stürme

    «Iota» war der 30. Sturm in diesem Jahr, der stark genug war, um einen Namen zu bekommen. Der bisherige Rekord lag bei 28 im Jahr. In der diesjährigen Saison haben sich so viele starke Stürme gebildet, dass die 21 dafür vorgesehenen Namen längst aufgebraucht wurden.

    Tropensturm «Iota»
    Diese Satellitenaufnahme zeigt Tropensturm «Iota» über dem Nordatlantik. - dpa

    Die Meteorologen griffen deshalb erstmals seit 15 Jahren auf das griechische Alphabet zurück. Es gab auch ungewöhnlich viele starke Stürme zum Ende der Saison, die von Juni bis November dauert. Die zunehmende Intensität tropischer Wirbelstürme ist Experten zufolge eine Folge des Klimawandels.

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