Human Rights Watch wirft Huthi im Jemen Folter und Geiselnahme vor

    Human Rights Watch nimmt die Huthi-Rebellen in die Zange: Die Menschenrechts-Organisation wirft ihnen Folter, Geiselnahme und Kriegsverbrechen vor.

    Human Rights Watch
    Laut der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch wird bei Bauprojekten in Saudi-Arabien systematische Diskriminierung von Arbeitsmigranten festgestellt. (Symbolbild) - Twitter

    Das Wichtigste in Kürze

    • Harte Vorwürfe gegen Jemens Rebellen: Sie sollen zahlreiche Menschenrechte verletzt haben.
    • Human Rights Watch rügt sie auch wegen «brutaler Behandlung ihrer Gefangenen».

    Die Menschenrechtsvereinigung Human Rights Watch hat den Huthi-Rebellen im Jemen Folter, Geiselnahme und andere Kriegsverbrechen vorgeworfen. In einem am Dienstag veröffentlichten Bericht legten die Experten den Rebellen, die über weite Teile des nördlichen Jemen herrschen, eine «brutale Behandlung ihrer Gefangenen» zur Last.

    Diese würden mit Eisenstangen, Holzknüppeln und Gewehrkolben verprügelt, «was oftmals der Folter gleichkommt», heisst es in dem Bericht, der sich auf Aussagen früherer Gefangener stützt.

    Human Rights Watch warf den vom Iran unterstützten Huthis vor, gezielt Menschen zu entführen, um Lösegeld zu erpressen oder eigene Kämpfer aus der Gefangenschaft der Gegner freizupressen. Zudem sei Gefangenen oder deren Angehörigen mit Vergewaltigung gedroht worden. Die Organisation dokumentierte in dem Bericht 16 Fälle illegaler Gefangennahmen mit dem Ziel der Erpressung.

    Ziel der Erpressung

    Die Menschenrechtler appellierten an den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen, das Mandat für eine Expertenkommission zu verlängern, die Kriegsverbrechen aller Konfliktbeteiligten im Jemen untersucht.

    Der 2014 begonnene Krieg im Jemen, in dem bereits rund 10'000 Menschen getötet wurden, hat dort nach Uno-Angaben zur schwersten humanitären Krise der Welt geführt. Den vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen stehen im Jemen Kräfte um Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi gegenüber, die von Saudi-Arabien unterstützt werden.

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