Höhlendrama in Laos: Fünf Vermisste lebend geborgen
Fünf der seit mehr als einer Woche in einer überfluteten Höhle in Laos eingeschlossenen Goldsucher sind lebend geborgen worden.

Das Wichtigste in Kürze
- In Laos konnten fünf Männer aus einer Höhle gerettet werden.
- Die Goldsucher waren seit dem 19. Mai 2026 eingeschlossen.
- Nach zwei weiteren Vermissten wird noch gesucht.
Die Männer seien in Sicherheit, teilten die laotische Rettungsorganisation Rescue Volunteer for People und die thailändische Rettungseinheit MTK am Nachmittag (Ortszeit) übereinstimmend mit.
Auf in sozialen Netzwerken verbreiteten Videos aus dem südostasiatischen Land war zu sehen, wie sich Retter um den Hals fielen und Freudenschreie ausstiessen, einige brachen vor Erleichterung in Tränen aus. Nach zwei weiteren Vermissten wird aber noch gesucht. Mehr Details zu der Rettung wurden zunächst nicht bekannt.
Seit dem 19. Mai eingeschlossen
Die sieben Männer waren seit dem 19. Mai in der Höhle im Bezirk Longchaeng eingeschlossen. Zusammen mit drei weiteren Dorfbewohnern suchten sie dort nach Gold, als die Höhle plötzlich nach starkem Regen geflutet wurde und teilweise einstürzte. Lange war völlig unklar, ob sie noch lebten. Drei der Männer hatten sich hingegen vor den Wassermassen in Sicherheit bringen können und die Behörden alarmiert.
Bereits zuvor hatte es geheissen, die Retter hätten sich bis auf weniger als 20 Meter an den vermuteten Aufenthaltsort der Männer vorgearbeitet. Dabei konnten sie sich oft nur kriechend in extrem engen Gängen vorarbeiten und mussten durch schmale Unterwasserpassagen tauchen.

Die Wasserstände in der Höhle seien aber seit Dienstag deutlich gesunken, hatte das Nachrichtenportal «Thai Enquirer» den thailändischen Einsatzkoordinator Kengkaj Bangkaowong zitiert. Jetzt schrieb er auf Facebook: «Um 16:30 Uhr (Ortszeit) haben wir unser Ziel erreicht. Wir haben fünf Personen gefunden. Wir suchen noch nach den beiden anderen.»
Die Regierung in Laos hatte Thailand um Hilfe gebeten – auch wegen der Erfahrung thailändischer Einsatzkräfte bei der international beachteten Rettung einer Jugendfussballmannschaft aus der Tham-Luang-Höhle im Jahr 2018.
Ausländische Rettungsteam im Einsatz
Rettungsteams aus dem Nachbarland waren am Wochenende am Unglücksort in der nördlichen Provinz Xaisomboun eingetroffen. Das Gebiet ist durch schroffe Berge und dichten Dschungel geprägt und liegt etwa 130 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Vientiane.
Auch der finnische Höhlentaucher Mikko Paasi und sein thailändischer Kollege Norrased Palasing, die bereits an der spektakulären Rettung in Tham Luang beteiligt waren, unterstützen die Mission.
Die Einsatzkräfte hatten laut Kengkaj zuvor zusätzliche Sauerstoffflaschen und Sicherheitssysteme für den Fall neuer Überschwemmungen installiert. Zudem versuchten Teams, mit Belüftungsrohren die schlechte Luftqualität in der Höhle zu verbessern. Parallel suchten weitere Retter ausserhalb der Höhle nach alternativen Zugängen über senkrechte Felsschächte.
Die Rettungsaktion erinnerte viele an das Drama um die Tham-Luang-Höhle in Nordthailand vor acht Jahren. Damals waren zwölf junge Fussballer und ihr Trainer nach starken Regenfällen mehr als zwei Wochen lang in der überfluteten Höhle eingeschlossen – und wurden schliesslich von internationalen Höhlentauchern und Spezialkräften befreit.












