Grabeskirche in Jerusalem wird nach Kritik zugänglich gemacht

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    Israel,

    Nach heftiger Kritik ordnete Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu an, Kardinal Pierbattis Pizzaballa Zugang zur Grabeskirche in Jerusalem zu gewähren.

    grabeskirche jerusalem
    In der Rotunde der Grabeskriche in Jerusalem befindet sich das Grab von Jesus Christus. (Archivbild) - keystone

    Nach internationaler Kritik sah sich Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zum Einlenken gezwungen. Laut der «Süddeutschen Zeitung» ordnete er an, dass Kardinal Pierbattista Pizzaballa «uneingeschränkten und sofortigen Zugang» zur Grabeskirche in Jerusalem erhält.

    Zuvor hatte die israelische Polizei dem höchsten Vertreter der katholischen Kirche im Heiligen Land den Zutritt verweigert. Die Polizei begründete die ursprüngliche Sperre mit Sicherheitsbedenken.

    Warst du schon einmal in Jerusalem?

    Laut «katholisch.de» führte Netanjahu in seiner Erklärung an, es seien «Raketenfragmente nur wenige Meter von der Grabeskirche entfernt» eingeschlagen. Israel habe alle Gläubigen gebeten, vorübergehend auf Gottesdienste zu verzichten.

    Grabeskirche in Jerusalem an Palmsonntag gesperrt

    Der Vorfall ereignete sich am Palmsonntag, dem wichtigsten Tag der Karwoche für Christen, wie das «SRF» schreibt. Pizzaballa sei zusammen mit dem Franziskanerkustos Francesco Ielpo von der Polizei gehindert worden, zur Grabeskirche in Jerusalem zu gelangen.

    Erstmals seit Jahrhunderten konnten die Kirchenführer die traditionelle Messe nicht feiern. Das Lateinische Patriarchat von Jerusalem bezeichnete den Vorfall als «schwerwiegenden Präzedenzfall».

    Die beiden Geistlichen hätten sich vollständig an alle Sicherheitsvorkehrungen gehalten und seien privat unterwegs gewesen, betonte das Patriarchat.

    Internationale Kritik führt zum Umdenken

    Die internationale Reaktion war deutlich und kritisch. Nach Angaben des «SRF» übten Staatsführer mehrerer Länder scharfe Kritik.

    Grabeskirche Jerusalem
    Die Grabeskirche in Jerusalem wird von vielen als Ort der Kreuzigung Jesu angesehen. - keystone

    Der Botschafter der Vereinigten Staaten, Mike Huckabee, sprach von einem «unglücklichen Fehlgriff» der israelischen Behörden. Auch Italiens Regierung protestierte scharf gegen die Zugangssperre.

    Netanjahu erklärte nachträglich, er habe die Sicherheitsbedenken verstanden, wie die «Jüdische Allgemeine» berichtet. Sobald er davon erfahren habe, habe er die Behörden angewiesen, dem Kardinal die Gottesdienste wie gewünscht zu ermöglichen.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #2063 (nicht angemeldet)

    Evtl. schaut die Weltgemeinschaft nun etwas besser hin da es auch die Katholische Glaubensgemeinschaft betrifft. Israel verrennt sich in eine radikale abgekapselte Gesellschaft und weis sich immer noch sehr gut als Opfer darzustellen. So kann es nie Frieden geben. Die Moderaten Israelischen Stimmen gehen leider unter.

    User #3285 (nicht angemeldet)

    Dieser Bibi lügt wenn er den Mund aufmacht!+-

    Weiterlesen

    Grabeskirche Jerusalem
    15 Interaktionen
    Jerusalem
    Grabeskirche Jerusalem
    6 Interaktionen
    Mit Gläubigen
    Nach Schliessung aus Protest

    MEHR IN NEWS

    Eine mexikanische Flagge weht im Wind.
    Puerto Vallarta
    Schule
    6 Interaktionen
    BFS-Prognose
    Home24 XXXLutz
    8 Interaktionen
    Brüssel
    Unicef
    9 Interaktionen
    Viele Kinder

    MEHR AUS ISRAEL

    Israel
    13 Interaktionen
    Tel Aviv/Berlin
    Israel Katz
    Tel Aviv