Erneuter Kransturz in Thailand fordert zwei Toten
In Thailand sind zwei Menschen bei einem Kranunfall ums Leben gekommen. Einen Tag zuvor ist es zu einem ähnlichen Unfall mit 32 Toten gekommen.

Ein Baukran stürzte gestern nahe der thailändischen Hauptstadt Bangkok auf zwei vorbeifahrende Fahrzeuge. Zwei Personen kamen bei diesem folgenschweren Unfall ums Leben, wie «Puls24» berichtet.
Der Vorfall ereignete sich in der Provinz Samut Sakhon. Neben den beiden Todesopfern wurden fünf weitere Menschen bei dem Unfall verletzt.
Nur einen Tag zuvor, am Mittwoch, ereignete sich in der Provinz Nakhon Ratchasima ein weiteres Unglück mit einem Konstruktionskran. Der Kran stürzte direkt auf einen fahrenden Passagierzug und forderte mindestens 32 Todesopfer sowie über 60 Verletzte, meldet die «Rhein-Zeitung».
Bauarbeiten an Hochgeschwindigkeitsstrecke
Rettungskräfte evakuierten die Unglücksstelle rasch und bargen die Leichen. Lokale Behörden sperrten die betroffene Strasse weiträumig ab, um weitere Gefahren auszuschliessen.
Rettungsteams setzten laut der «Tagesschau» stundenlang Hydraulikscheren und Kräfte ein, um Eingeschlossene aus dem verkanteten Metall zu befreien. Behörden rätseln noch über den genauen Unfallhergang, ob der Kran zuerst fiel oder der Zug ihn rammte.
Das Unglück geschah während Bauarbeiten an einer Hochgeschwindigkeitsstrecke, die bis 2028 Bangkok über Laos mit Kunming in China verbinden soll.
Sicherheitsdebatte in Thailand
Dieser Abschnitt gehört zu einem grossen Infrastrukturprojekt im Rahmen der Neuen Seidenstrasse, so die «Tagesschau». Bereits letztes Jahr kam es dort zu einem Tunnel-Einsturz mit Verletzten.

Ministerpräsident Anutin Charnvirakul forderte umgehend eine gründliche Untersuchung aller Baustellen im Land. «Solche Vorfälle passieren sehr regelmässig», sagte er laut der «Bangkok Post».
Thailändische Behörden kündigten verstärkte Kontrollen an Kränen und Baugerüsten landesweit an, um ähnliche Katastrophen zu verhindern.












