Erneut sind mutmasslich tausende Fische in Graubünden verendet

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Thusis,

Laut der Bündner Polizei sind am Sonntag in der Albula und im Hinterrhein mutamsslich tausende Fische verendet.

Fischsterben Graubünden
Wegen eines abrupten Wasserrückgangs sind in der Albula und im Hinterrhein am Sonntag zahlreiche Fische verendet. - Kapo Graubünden

In der Albula und im Hinterrhein sind am Sonntag gemäss Polizeiangaben mutmasslich tausende Fische verendet. Dies als Folge eines abrupten Wasserrückgangs unterhalb des Kraftwerks Sils im Domleschg GR. Es ist der zweite grössere Vorfall in Graubünden innert weniger Wochen.

Fischer stellten am frühen Sonntagabend fest, dass die Albula bei Sils im Domleschg praktisch kein Wasser mehr führte, weshalb sie umgehend die Kantonspolizei Graubünden kontaktierten.

Erste Abklärungen zusammen mit dem zuständigen Fischereiaufseher ergaben gemäss einer Mitteilung der Kantonspolizei Graubünden vom Dienstag, dass eine technische Störung im Unterwerk Sils Albula dazu führte, dass die Wassermenge in der Albula sehr schnell und stark verringert wurde. Es handelt sich dabei um ein Kraftwerk der Elektrizitätswerke der Stadt Zürich.

Durch die technische Störung fielen gemäss Mitteilung grosse Bereiche der Albula und folglich auch des Hinterrheins unterhalb des Zusammenflusses während rund einer Stunde trocken.

Trotz des Einsatzes von Fischern, welche auf einigen Dutzend Laufmetern über 100 Fische in den Flusslauf zurückversetzen konnten, sind auf der mehreren Kilometer langen, betroffenen Flussstrecke mutmasslich mehrere Tausend Fische verendet, wie die Kantonspolizei schreibt.

Es handelt sich bereits um den zweiten Vorfall in Graubünden innerhalb weniger Wochen. Am 25. Juni verendeten im Sufnersee gemäss damaliger Mitteilung der Polizei ebenfalls mehrere tausend Fische. Sie lagen am Ufer des Stausees über rund 800 Meter verstreut.

Inzwischen ist klar, dass dieses Fischsterben nicht wie im neusten Fall mit der Stromproduktion zusammenhängt. Dies teilte die Kantonspolizei Graubünden ebenfalls am Dienstag mit. «Die Änderungen des Seepegels fanden im Rahmen des ordentlichen Betriebs und somit geltender Konzessionsbestimmungen statt», schreibt die Polizei.

Im Fokus der Abklärungen würde nun das massive Algenwachstum im Uferbereich und sich dadurch veränderte Umweltbedingungen stehen, die sich im Zusammenspiel mit den ordentlichen Seespiegelschwankung allenfalls akzentuiert haben.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #6865 (nicht angemeldet)

Nun, Diese Forellen; hätten wir auch lieber gefressen.... !

User #6274 (nicht angemeldet)

Tragisch--- In einigen Ländern fangt man an zuvor ab zu fisschen bis Dürre vorbei ist und diese zwischen zu Lagern in Fisch Farmen--- Problem im momment sind zu wenig Fisch Farmen---

Weiterlesen

wasser
176 Interaktionen
Wasserneid

MEHR AUS GRAUBüNDEN

zahlreiche Fische
Sils im Domleschg
1 Interaktionen
Trockenheit
Pontresina GR: Fahrzeug ausgebrannt
15 Interaktionen
Pontresina GR
Selbstunfall Brail
7 Interaktionen
Brail GR