Enthüllungen aus Nawalnys letztem Werk: «Patriot»

    Keystone-SDA
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    Russland,

    Erste Auszüge aus dem posthumen Buch des Kremlkritikers Alexej Nawalny enthüllen schockierende Details über das russische Strafvollzugssystem.

    Julia Nawalnaja, die Witwe des Kremlgegners Alexej Nawalny, hat massgeblich das Buch «Pariot» zusammgestellt. (Archivbild)
    Julia Nawalnaja, die Witwe des Kremlgegners Alexej Nawalny, hat massgeblich das Buch «Pariot» zusammgestellt. (Archivbild) - Andres Kudacki/AP/dpa

    Medien in mehreren Ländern haben erste Auszüge aus dem Buch «Patriot» des im Februar im Straflager in der russischen Arktisregion gestorbenen Kremlgegners Alexej Nawalny veröffentlicht.

    Die spanische Zeitung «El País» etwa sorgte mit von Nawalny geschilderten Passagen über Foltermethoden im Strafvollzug auch in russischen Medien mit Aufsehen. Er berichtet in seiner Autobiografie, die am 22. Oktober erscheint (Fischer Verlag), auch von Vergewaltigungen von Gefangenen durch Wächter.

    Alexej Nawalny
    Alexej Nawalny ist Mitte Februar im Alter von 47 Jahren verstorben. - dpa

    Im Exil lebende Menschenrechtler, die Misshandlungen von Gefangenen immer wieder öffentlich gemacht hatten, lobten erneut, dass durch Nawalny die Foltermethoden unter Kremlchef Wladimir Putin international bekannt wurden. Der im Alter von 47 Jahren unter nicht geklärten Umständen gestorbene Nawalny hatte die Menschenrechtsverstösse bereits aus der Haft heraus öffentlich gemacht. Er wurde am 1. März unter grosser Anteilnahme Tausender Menschen in Moskau beerdigt.

    Nawalny, der 2020 nur knapp einen Giftanschlag mit dem chemischen Kampfstoff Nowitschok überlebte und in Deutschland behandelt wurde, schreibt in dem Buch auch über die allgegenwärtige Todesgefahr. An einer Stelle heisst es laut einem Auszug in der britischen Zeitung «The Times», dass das Buch, «falls sie mich endgültig erledigen sollten, mein Denkmal sein wird». Das Buch sei eine Mahnung an Russland und die Welt, schrieb «The New Yorker».

    Witwe Nawalnys bewirbt posthumes Werk

    Auch der «Spiegel» brachte Auszüge. Andere Medien, die das Buch vorab lesen wollten, mussten eine Verschwiegenheitsvereinbarung unterschreiben und sich darin verpflichten, nicht vor dem 22. Oktober aus dem Buch zu zitieren.

    Julia Nawalnaja, die Witwe des Kremlgegners, macht seit Monaten Werbung für das Buch. Es soll in 20 Sprachen erscheinen. Besonders glücklich zeigte Nawalnaja sich darüber, dass es auch eine Fassung auf Russisch gebe.

    Alexej Nawalny
    Hier im Bild ist die Witwe Julia Nawalnaja während eines Gottesdiensts an seinem Geburtstag im Juni zu sehen. - keystone

    «Während ich an dem Buch arbeitete, habe ich hundertmal gelacht und hundertmal geweint», sagte Nawalnaja. Alexej fehle ihr, ständig denke sie an ihn. Sie hoffe, jene, die Alexej mochten, ihn unterstützten, die gleichen Gefühle empfinden.

    Der Kremlgegner war bekannt für seinen beissenden Humor auch in schwierigsten Lagen Möge dieses Buch für jeden von ihnen ein Stück Alexei sein

    Kommentare

    User #3902 (nicht angemeldet)

    Radix ist offensichtlich überfordert mit dem Thema. Lesen genügt eben nicht man muss das gelesene auch noch verstehen.

    User #3162 (nicht angemeldet)

    Russische Märchen? Wenn interessiert sowas?

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