El Salvador macht Bitcoin als erstes Land zum Zahlungsmittel

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    El Salvador wagt als erstes Land einen grossen Schritt: Die Kryptowährung Bitcoin soll zu einem offiziellen Zahlungsmittel werden.

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    Celsius: Die Krypto-Firma ist pleite. (Symbolbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • El Savador hat die umstrittenen Kryptowährung Bitcoin zum Zahlungsmittel gemacht.
    • Es ist das erste Land, das diesen Schritt macht.
    • Der Vorschlag wurde mit 62 von 84 Stimmen im Parlament angenommen.

    El Salvador hat die umstrittene Kryptowährung Bitcoin als erstes Land weltweit zum gesetzlichen Zahlungsmittel gemacht. Das Parlament stimmte in der Nacht zum Mittwoch mit breiter Mehrheit für einen entsprechenden Vorschlag von Präsident Nayib Bukele.

    «Das wird finanzielle Inklusion, Investitionen, Tourismus, Innovation und wirtschaftliche Entwicklung für unser Land bringen», twitterte Bukele kurz vor der Abstimmung im Kongress, der von seiner Partei und Verbündeten kontrolliert wird. Der Vorschlag erhielt 62 von 84 möglichen Stimmen und soll binnen 90 Tagen umgesetzt werden.

    70 Prozent der Bevölkerung besitzt kein Bankkonto

    70 Prozent der Bevölkerung des mittelamerikanischen Landes besitzen amtlichen Angaben zufolge kein Bankkonto. «Aber fast alle besitzen ein Mobiltelefon und können sich über eine App mit dem Finanzsystem verbinden», sagte Spyros Galanis vom Department of Economics an der City, University of London. «Andererseits kann die extreme Preisvolatilität von Bitcoin ihn für Menschen, die relativ arm sind und keine übermässigen Risiken eingehen wollen, ungeeignet machen.»

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    El Salvador will die Kryptowährung Bitcoin zu einem gesetzlichen Zahlungsmittel machen. Foto: Nicolas Armer/dpa - dpa-infocom GmbH

    Mit der Anerkennung von Bitcoin als Zahlungsmittel soll es den im Ausland lebenden Salvadorianern zudem erleichtert werden, Geld an ihre Familien in der Heimat zu schicken. Bislang gehe bei Überweisungen «ein grosser Teil dieser sechs Milliarden Dollar an Vermittler verloren», sagte Bukele kürzlich.

    Angaben der Weltbank zufolge machen die Überweisungen aus dem Ausland fast ein Fünftel des Bruttoinlandproduktes aus - eine der höchsten Quoten der Welt. Experten warnen, dass der Bitcoin-Beschluss die Gespräche mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) erschweren könnte. Dort will sich El Salvador mehr als eine Milliarde Dollar leihen.

    Bitcoin-Kurs ist Ergebnis von Angebot und Nachfrage

    Bitcoin ist eine rein digitale Währung, mit der sich Geld in sekundenschnelle und anonym rund um den Globus schicken lässt. Anders als bei Euro oder Dollar steht hinter ihr keine Notenbank. Daher ist der Kurs allein das Ergebnis von Angebot und Nachfrage.

    Kontrolliert wird die Cyber-Devise, die es seit 2008 gibt, von der Gemeinschaft ihrer Nutzer. Sämtliche Transaktionen werden verschlüsselt in einer gemeinsamen Datenbank, der sogenannten Blockchain, fälschungssicher verbucht.

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