Dutzende entführte Schulkinder in Nigeria wieder auf freiem Fuss

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    Nach einem Polizeieinsatz sind in Nigeria dutzende entführte Schulkinder wieder auf freiem Fuss.

    Ein Junge, der Mitte Dezember entführt worden war
    Ein Junge, der Mitte Dezember entführt worden war - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Dutzende Schulkinder waren in Nordwesten Nigerias entführt worden.
    • Sie wurden nun von der Polizei und einer Selbstverteidigungsmiliz befeit.

    Im Nordwesten Nigerias sind erneut dutzende Schulkinder entführt worden. Sie seien aber nach einem bewaffneten Einsatz einer Selbstverteidigungsmiliz und der Polizei wieder auf freiem Fuss, sagte Polizeisprecher Gambo Isah am Sonntag. Bei einem Angriff auf einen Militärkonvoi im Bundesstaat Borno wurden am Samstag fünf nigerianische Soldaten getötet. Bei einer weiteren Attacke in der selben Region wurden bereits am Freitag mehr als 30 Zivilisten entführt.

    Von der Entführung am Samstagabend waren nach Angaben des Polizeisprechers 80 Schulkinder aus dem Dorf Mahuta im Bundesstaat Katsina betroffen. Diese Entführung erfolgte zwei Tage nach der Freilassung von 344 Schulkindern, die sechs Tage von Kidnappern festgehalten worden waren. Zu dieser Tat hatte sich die Islamistengruppe Boko Haram bekannt. Boko Haram ist normalerweise im Nordosten des Landes rund um den Tschadsee aktiv. Experten hatten jedoch kürzlich gewarnt, dass sich die Gruppe mit kriminellen Banden im Nordwesten Nigerias verbünden könnte.

    Boko Harem verübte zuletzt zahlreiche Gräueltaten

    Boko Haram kämpft seit dem Jahr 2009 gewaltsam für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats im mehrheitlich muslimischen Nordosten Nigerias. In den vergangenen Wochen verübte die Dschihadistengruppe zahlreiche Gräueltaten.

    Zwei weitere Angriffe ereigneten sich im Bundesstaat Borno im Nordosten des Landes. Am Freitag kidnappten nach Angaben eines Militärsprechers Dschihadisten der Gruppierung Islamischer Staat Westafrika (Iswap) an einem Checkpoint nahe der Provinzhauptstadt Maiduguri 35 Menschen. Die Angreifer hätten demnach Uniformen getragen. Als einige Menschen zu flüchten versuchten, wurde eine Frau erschossen, mehrere andere wurden verletzt. Iswap hatte sich im Jahr 2016 von der Miliz Boko Haram abgespalten.

    Am Samstag griffen Bewaffnete laut Sicherheitskreisen bei der Ortschaft Mafa nördlich von Maiduguri einen Militärkonvoi an. Fünf Soldaten starben. Die Aufständischen erbeuteten zwei Fahrzeuge, wie eine zweite Quelle bestätigte.

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