Chinesischer Trawler mit 130 Tonnen Heizöl vor Mauritius auf Grund gelaufen

    AFP
    AFP

    Mauritius,

    Die «Lurong Yuan Yu» mit 130 Tonnen Heizöl an Bord strandete bei Pointe-aux-Sables im Nordwesten der Hauptinsel von Mauritius, nicht weit von Port Louis.

    Das vor Mauritius gestrandete Schiff «Lurong Yuan Yu»
    Das vor Mauritius gestrandete Schiff «Lurong Yuan Yu» - L'Express Maurice/AFP

    Vor der Küste von Mauritius im Indischen Ozean ist ein chinesischer Trawler mit 130 Tonnen Heizöl an Bord auf Grund gelaufen. Nach Angaben von Fischereiminister Sudheer Maudhoo gab der Kapitän der «Lurong Yuan Yu» am Sonntagabend SOS-Signale ab. Die Behörden des Inselparadieses mobilisierten die Küstenwache und Soldaten, um eine Ölpest zu verhindern. Maudhoo kündigte eine Inspektion des Schiffes an, um mögliche Lecks zu finden.

    Die Bewohner von Mauritius reagieren alarmiert auf Berichte über derartige Unglücke, seit im Juli der japanische Frachter «Wakashio» mit tausend Tonnen Treibstoff an Bord auf ein Riff im Südosten der Insel aufgelaufen war.

    Es war die grösste Umweltkatastrophe in der Geschichte des Landes. Mehr als 50'000 Menschen nahmen damals in der Hauptstadt Port Louis an einer Demonstration teil und kritisierten den Umgang von Regierungschef Pravind Jugnauth mit dem Desaster.

    Ölsperren sollen Küste schützen

    Die «Lurong Yuan Yu» strandete bei Pointe-aux-Sables im Nordwesten der Hauptinsel, nicht weit von Port Louis. Zunächst müsse alles Öl abgepumpt werden, sagte Maudhoo. Nach seinen Angaben befinden sich auch fünf Tonnen Schmiermittel an Bord. Die Sicherheitskräfte setzten Ölsperren ein, um zu verhindern, dass ein Ölfilm die Küste erreicht.

    Nach dem Unglück der «Wakashio» waren rund tausend Tonnen Heizöl in das türkisfarbene Meer ausgelaufen. Mangroven-Wälder, Korallen-Riffe und andere Öko-Systeme wurden geschädigt.

    Auch im Umfeld der «Lurong Yuan Yu» seien «Spuren von Öl» im Wasser entdeckt worden, sagte Maudhoo am Montag vor Journalisten. Küstenbewohner sagten, dass bereits Ölspuren am Ufer gesichtet worden seien. Der Minister sagte, es sei eine Untersuchung eingeleitet worden.

    Polizisten seien an Bord des Schiffes gegangen, um Dokumente zu beschlagnahmen. Ein grosser Teil der 1,3 Millionen Einwohner von Mauritius lebt vom Tourismus und vom Fischfang.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Gemäss dem mauretanischen Fischereiminister müsse zunächst alles Öl abgepumpt werden.
    • Nach seinen Angaben befinden sich auch fünf Tonnen Schmiermittel an Bord.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Umweltkatastrophe
    Mauritius
    6 Interaktionen
    Ölkrise vor Ostafrika
    Ölkatastrophe vor Mauritius
    19 Interaktionen
    Notstand ausgerufen

    MEHR IN NEWS

    carabinieri
    2 Interaktionen
    Rom
    jp performance youtube kanal gehackt
    3 Interaktionen
    Lausanne
    SRF
    28 Interaktionen
    SRF greift ein

    MEHR AUS MAURITIUS

    Le Morne Brabant
    2 Interaktionen
    Mauritius
    3 Interaktionen
    Bei Wanderung
    Sarah Engels aus Mauritius
    9 Interaktionen
    Gipfelmoment
    «Norwegian Dawn»
    «Norwegian Dawn»