Berichte: Mehr als 40 Tote bei Angriff auf Flüchtlingslager im Sudan

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    Bei einem RSF-Angriff auf ein Flüchtlingslager in Nord-Darfur wurden Berichten zufolge über 40 Menschen getötet und viele verletzt.

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    Laut WFP leiden 64 Prozent der sudanesischen Bevölkerung – rund 28 Millionen – unter akuter Ernährungsunsicherheit. (Archivbild) - keystone

    Bei einem Angriff der RSF-Miliz auf ein Flüchtlingslager in der sudanesischen Region Nord-Darfur sind verschiedenen Berichten zufolge mehr als 40 Menschen getötet und zahlreiche verletzt worden.

    Das Militär sprach von einem Grossangriff der Miliz von mehreren Seiten, der schliesslich abgewehrt worden sei. Nach Angaben von Aktivisten, die in dem Lager Selbsthilfe organisierten, wurden einige Menschen in ihren Häusern getötet. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

    Experten des Humanitarian Research Lab der Yale Universität, die seit Beginn des blutigen Konflikts im Sudan Satellitenaufnahmen analysieren und Social-Media-Beiträge aus dem Konfliktgebiet verifizieren, bestätigten, dass auf Aufnahmen mehr als 40 Fahrzeuge im Nordwesten des Flüchtlingslagers nahe der Provinzhauptstadt El Fascher zu sehen seien. Auch eine Blockade der Fluchtwege aus El Fascher sei zu sehen.

    Schon zuvor Angriffe auf Flüchtlingslager

    Die RSF, deren Führer Mohamed Hamdan Daglo seit April 2023 mit dem sudanesischen De-facto-Machthaber Abdel-Fattah al-Burhan um die Macht in dem afrikanischen Land kämpft, hatte bereits im Frühling das Flüchtlingslager Samsam nahe El Fascher angegriffen und zerstört.

    In dem Lager lebten zu dem Zeitpunkt mehrere hunderttausend Menschen. El Fascher selbst wird seit Mai vergangenen Jahres von der RSF belagert. Durch den Konflikt sind nach UN-Angaben mehr als zwölf Millionen Menschen auf der Flucht.

    Hunger in belagerter Stadt

    In der letzten noch unter Regierungskontrolle stehenden Stadt Nord-Darfurs herrscht nach UN-Angaben eine katastrophale Ernährungslage, da Nachschubwege abgeschnitten sind. Nach Angaben des Welternährungsprogramms (WFP) kosten Grundnahrungsmittel wie Sorghumhirse oder Weizen, aus denen traditionelles Fladenbrot und Brei gemacht werden, in El Fascher bis zu 460 Prozent mehr als im Rest des Sudan, da keine Lebensmittel in die Stadt geliefert werden können.

    Augenzeugenberichten zufolge ernährten sich einige Familien von Tierfutter und Lebensmittelabfällen, um zu überleben.

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    Kommentare

    User #1350 (nicht angemeldet)

    Die Schweiz muss da helfen. BR Jans soll Frauen und Kinder in die Schweiz einfliegen lassen. Wir brauchen Fachkräfte, und zwar dringend!

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