Attentäter wollten in Nairobi US Konferenz angreifen

    Keystone-SDA
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    Kenia,

    Eine US-Konferenz war am Dienstag Ziel eines Anschlags auf ein Luxushotel in der kenianischen Hauptstadt Nairobi.

    Angriff auf Hotel in Kenias Hauptstadt Nairobi
    Rauch steigt von der Stelle einer Explosion auf. In Kenias Hauptstadt Nairobi ist ein Terroranschlag auf einen Hotelkomplex verübt worden. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Gesten Dienstag verübten Angreifer der Gruppe Al-Shabaab einen Terroranschlag in Nairobi.
    • Ziel des Anschlag war eine US-Konferenz, die in letzter Minute umquartiert wurde.

    Eine von US-Amerikanern organisierte Konferenz ist das Ziel des Anschlags am Dienstag in der kenianischen Hauptstadt Nairobi gewesen. Die Veranstaltung sollte ursprünglich in dem von Terroristen angegriffenen Luxushotel stattfinden.

    Dies sagte ein Sprecher der Anti-Terror-Polizeieinheit heute Mittwoch. Der Ort der Konferenz, an der auch US-Amerikaner teilnehmen sollten, sei in letzter Minute aber geändert worden.

    Am Dienstag hatten Angreifer einen Terroranschlag auf das bei Ausländern beliebte Luxushotel verübt. Die Behörden machten zunächst keine konkreten Angaben zur Zahl der Verletzten und zu möglichen Todesopfern. Lokale Medien berichteten von ein bis mindestens sechs Toten und rund 30 Verletzten. Später hiess es, mindestens 15 Personen seien bei dem Anschlag ums Leben gekommen. Unter den Todesopfern sollen elf Kenianer, ein US-Bürger und ein Brite sein. Den toten US-Bürger bestätigte ein Vertreter des US-Aussenministeriums in Washington am Dienstag.

    Ministerium gibt Entwarnung

    Zu dem Anschlag bekannte sich die Terrorgruppe Al-Shabaab. Auch am frühen Mittwochmorgen waren in der Umgebung des Hotels noch Schüsse und Explosionen zu hören, wie westliche Reporter berichteten. Das kenianische Innenministerium schrieb am Mittwochmorgen auf Twitter, Zivilisten, die durch Sicherheitsleute in dem einen Gebäude geschützt worden seien, seien mittlerweile gerettet worden. «Alle Gebäude und die Umgebung sind sicher.»

    Zahlreiche Personen sollen sich aber noch in dem Gebäudekomplex befunden haben, darunter auch einige Verletzte. Laut des Internetseite des Betreibers haben unter anderem einige ausländische Unternehmen dort Büros, wie etwa der deutsche Software-Anbieter SAP, der US-Chemiekonzern Dow Chemical, der britische Konsumgüter-Produzent Reckitt Benckiser und der französische Spirituosen-Hersteller Pernod Ricard.

    Unweit von anderem Anschlagsort

    Die Terrorgruppe Al-Shabaab kämpft seit Jahren in Somalia um die Vorherrschaft und verübt immer wieder Anschläge im Nachbarland Kenia. Das Hotel befindet sich unweit des Westgate-Einkaufszentrums, wo im Jahr 2013 bei einem Terroranschlag mindestens 67 Personen starben.

    In Kenia kommt es immer wieder zu Terroranschlägen, vor allem seit die kenianischen Streitkräfte die Regierung im Nachbarland Somalia im Kampf gegen Al-Shabaab unterstützen. Dies tun sie seit 2011 im Rahmen einer Mission der Afrikanischen Union (AU).

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