Al-Shabaab-Angriffe in Somalia: Mindestens 27 Menschen starben

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    Die Terrormiliz Al-Shabaab in Somalia hat innerhalb von zwei Tagen zwei blutige Anschläge mit mehr als 27 Toten verübt.

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    Immer wieder kommt es zu Selbstmordattentate in Somalias Hauptstadt Mogadischu. (Archivbild) - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Am Sonntag kam es zu einem Angriff auf ein Hotel in Somalias Hauptstadt Mogadischu.
    • Am Montag kam es zu einem weiteren Angriff auf einen Stützpunkt.
    • Die Terrormiliz Al-Shabaab hat sich zu den Attentaten bekannt.

    Kämpfer griffen zunächst am Sonntag ein Hotel in der Hauptstadt Mogadischu an, dabei wurden 17 Menschen getötet. Unter den Toten befanden sich fünf Angreifer. Dies sagte der Chef der örtlichen Ambulanz.

    Am Montag kam es dann laut eines Mitglieds des Militärs zu einem Angriff auf einen Stützpunkt. Der Angriff fand im rund 220 Kilometer entfernten Baidoa. Dabei seien 10 Menschen getötet worden, darunter sieben Angreifer. Die dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahe stehende islamistische Miliz Al-Shabaab bekannte sich zu beiden Taten.

    Al-Shabaab terrorisiert Bevölkerung seit Jahren

    Al-Shabaab terrorisiert seit Jahren die Bevölkerung des armen Landes am Horn von Afrika. Sie kämpfen dort um die Vorherrschaft und verüben immer wieder blutige Anschläge. Zudem kontrollieren sie weite Gebiete im Süden und Zentrum des Landes.

    Das am Sonntag angegriffene Elite Hotel liegt am gut besuchten Lido-Strand. Es ist vor allem ein beliebter Treffpunkt von Politikern und Journalisten. Wie die Polizei und Regierungssprecher berichteten, zündete zunächst ein Selbstmordattentäter eine Autobombe vor dem Eingang.

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    Ein Mädchen weint, während sie am Ort einer Bombenexplosion in der Nähe des Sahafi-Hotels telefoniert, um ihre vermisste Mutter zu finden. - dpa

    Danach stürmten die bewaffneten Extremisten das Gebäude. Gut drei Stunden lang lieferten sich die Kämpfer Schusswechsel mit Sicherheitskräften, bevor der Angriff beendet werden konnte.

    Unter den Todesopfern waren unter anderem zwei Regierungsmitarbeiter und drei Sicherheitsleute des Hotels. Mindestens 28 Menschen wurden der Polizei zufolge verletzt.

    Man wird sich nicht einschüchtern lassen

    Präsident Mohamed Abdullahi Farmajo verurteilte den Anschlag aufs Schärfste. Die Terroristen wollten Verzweiflung säen, doch werde man sich nicht einschüchtern lassen. Die UN-Mission in dem Land sprach den Familien der Opfer ihr Beileid aus. Sie erklärte in einem Tweet, sie «bekräftigt ihr Engagement und ihre Solidarität mit allen Somalis».

    Mit einer ähnlichen Taktik griffen Kämpfer am Montag einen Stützpunkt bei Baidoa an. Ein Angreifer habe sich zunächst in einem Auto in die Luft gesprengt. Daraufhin hätten sich Mitglieder der Terrorgruppe und Soldaten Kämpfe geliefert, sagte Yonis Hassan, ein Mitglied des Militärs. Unter den Toten seien sieben Angreifer und drei Soldaten.

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    Einige Mitglieder der Terrormiliz Al-Shabaab führen eine Übung durch. - AP Photo

    Die Regierung in Mogadischu versucht seit Jahren, Al-Shabaab zu bekämpfen, ist aber schwach und hat ausserhalb der Hauptstadt wenig Kontrolle. Eine Mission der Afrikanischen Union (AU) sowie die USA unterstützen die Regierung. Das US-Militär fliegt immer wieder Luftangriffe gegen Mitglieder der Gruppe, dabei sind in der Vergangenheit auch Zivilisten ums Leben gekommen.

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