900 Verdachtsfälle auf Missbrauch bei Kurzarbeit

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    Bolivien,

    Mitarbeiter, Gewerkschaften oder eine Software melden der Bundesagentur für Arbeit Unregelmässigkeiten bei der Krisen-Hilfe für Unternehmen. Die spricht jedoch von einem überschaubaren Problem.

    Ein Formular zur Beantragung des Kurzarbeitergelds. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa-tmn
    Ein Formular zur Beantragung des Kurzarbeitergelds. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa-tmn - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Bundesagentur für Arbeit (BA) geht nach eigener Aussage rund 900 Verdachtsfällen auf Missbrauch beim Kurzarbeitergeld nach.

    «Das ist bei mehr als 880.000 Unternehmen, die Kurzarbeit angezeigt haben, extrem wenig», sagte der für das operative Geschäft zuständige Vorstand Daniel Terzenbach der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Als zu Beginn der Corona-Krise plötzlich sehr viele Unternehmen Kurzarbeit beantragt hätten, habe die BA schnell reagieren müssen. Normalerweise dauere die Prüfung bis zu drei Wochen. «So viel Zeit stand uns in dieser heissen Phase nicht zur Verfügung. Umso genauer werden wir uns die Schlussabrechnungen anschauen. Es wird sicher noch einiges nachkommen. Wir sind da nicht naiv und haben einen langen Atem.»

    Hinweise auf Missbrauch kämen oft von den betroffenen Mitarbeitern oder Gewerkschaften. Daneben nutze die BA Analysesoftware, um Missbrauchsmuster zu erkennen.

    Laut Terzenbach bereitet sich die BA auf eine mögliche Insolvenzwelle im Herbst vor. «Wird es deutlich mehr Insolvenzen geben als im Vorjahr? Die Einschätzungen gehen auseinander, aber wir wappnen uns für den Fall des Falles und schulen schon jetzt unsere Mitarbeiter in den Arbeitsagenturen für das Bearbeiten von Anträgen auf Insolvenzgeld.» Noch seien die Zahlen unauffällig, sagte Terzenbach.

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