70 Tote bei Militärflugzeugabsturz in Kolumbien

    Keystone-SDA
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    Peru,

    Beim Absturz eines Militärflugzeugs im Süden Kolumbiens sind offiziellen Angaben zufolge 70 Menschen ums Leben gekommen. «Ich hoffe von ganzem Herzen, dass Gott und das Leben Ihnen helfen, diesen grossen Schmerz zu überwinden», sagte der lokale Bürgermeister, Luis Emilio Bustos, der die Zahl der Todesopfer angab.

    70 Tote
    Beim Absturz eines Militärflugzeugs im Süden Kolumbiens sind offiziellen Angaben zufolge 70 Menschen ums Leben gekommen. - keystone

    Die Behörden bestätigten laut mehreren Medienberichten die Bergung der letzten vermissten Person nach dem Unglück in der Gemeinde Puerto Leguízamo im Departamento Putumayo nahe der Grenze zu Peru. Die Maschine war wenige Minuten nach dem Start abgestürzt und anschliessend in Brand geraten.

    Nach offiziellen Angaben befanden sich 128 Menschen an Bord, davon 11 Besatzungsmitglieder. Bei den Todesopfern handelt es sich laut dem Oberbefehlshaber der kolumbianischen Streitkräfte, General Hugo Alejandro López Barreto, überwiegend um Militärs – die grosse Mehrheit habe dem Heer angehört. Zudem starben den Angaben zufolge Mitglieder der Luftwaffe sowie zwei Polizisten. Dutzende weitere wurden verletzt.

    Die Ursache des Unglücks ist weiter unklar. Nach Angaben der Streitkräfte gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass der Absturz auf einen Anschlag durch bewaffnete Gruppen zurückzuführen ist.

    An den Rettungsarbeiten beteiligten sich neben Sicherheitskräften auch Anwohner der kleinen Gemeinde, die Überlebende teils mit ihren eigenen Motorrädern zu Orten brachten, an denen sie medizinisch versorgt werden konnten. «Dank ihres schnellen Handelns konnten wir viele Leben retten», zitierte der Radiosender Bluradio Bustos.

    Das Unglück zählt Berichten zufolge zu den folgenschwersten in der Geschichte der kolumbianischen Streitkräfte. Zugleich hat es eine politische Debatte ausgelöst: Präsident Gustavo Petro macht die Beschaffung älterer Militärflugzeuge unter der Vorgängerregierung von Iván Duque mitverantwortlich, was von dessen Umfeld zurückgewiesen wird.

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