Zecken als biologische Waffe: Wollten die USA Feinde infizieren?

Alexander König
Alexander König

USA,

Zecken als biologische Waffe: Das Pentagon soll aufklären, ob die Ausbreitung von Borreliose einem Experiment des US-Verteidigungsministeriums geschuldet ist.

Zecken
Eine mit Blut vollgesogene Zecke. - SDA

Das Wichtigste in Kürze

  • Das US-Verteidigungsministerium soll mit Zecken als Biowaffe experimentiert haben.
  • Ein Republikaner fordert das Pentagon dazu auf, die Sachlage zu prüfen.

Der Republikaner Chris Smith vertritt den US-Bundesstaat New Jersey im Repräsentantenhaus. Nun fordert er das Pentagon dazu auf, schwere Anschuldigungen zu prüfen: Wie der «Spiegel» berichtete, ziehe er in Betracht, dass das Verteidigungsministerium Zecken als biologische Waffe getestet habe. Dies in den Jahren 1950 bis 1975, mit dem Ziel, dass die manipulierten Milben Lyme-Borreliose an Feinde übertragen. Bei den Studien sollen möglicherweise einige entwichen sein und der eigenen Bevölkerung geschadet haben. Darauf habe der Republikaner in mehreren Büchern und Artikeln Hinweise gefunden.

An einer Debatte im Repräsentantenhaus sagte Smith deswegen unlängst: «Wenn das wahr ist, was waren die Parameter des Programms? Wer hat es angeordnet?» Inzwischen reichte er einen entsprechenden Antrag beim Pentagon ein. Ob dieses die Sache untersuchen wird, ist noch unklar.

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