Weinstein-Verteidiger stellen Zeugin wegen Kontaktierung in Frage

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    Grossbritannien,

    Die Verteidiger von Weinstein stellen die Zeugin Jessica Mann in Frage. Sie wollen wissen, warum die Schauspielerin weiterhin Kontakt mit Weinstein hatte.

    Harvey Weinstein Jessica Mann
    Jessica Mann (rechts), eine von drei Frauen, welche dem früheren Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein sexuellen Missbrauch vorwerfen. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Verteidigung von Weinstein hat am Montag die Motive einer Zeugin hinterfragt.
    • Die Anwälte wollten wissen, warum Jessica Mann weiterhin Kontakt mit Weinstein hatte.

    Im Prozess gegen Harvey Weinstein hat am Montag die Verteidigung des früheren Hollywood-Moguls die Motive einer Zeugin hinterfragt. Die Anwälte wollten von Schauspielerin Jessica Mann wissen, warum sie auch nach einer mutmasslichen Vergewaltigung weiterhin Kontakt zu Weinstein gehalten habe.

    Weitere Mail- und Textnachrichten

    So habe Mann weiter Textnachrichten geschrieben und auch per Mail nachgefragt, ob ihre Mutter Weinstein kennenlernen könne. Dies erklärte Verteidigerin Donna Rotunno vor einem Gericht in New York. Mann entgegnete, dass sie ihrer Mutter nie von den Vergewaltigungsvorwürfen, sondern nur von einer Arbeitsbeziehung zu Weinstein erzählt habe. Deswegen habe ihre Mutter weiter auf ein Treffen gedrängt.

    Harvey Weinstein
    Monster oder Opfer? Letzteren Eindruck erwecken zu wollen, warfen böse Zungen dem tief gefallenen Hollywood-Filmmogul Harvey Weinstein vor, als der offenbar gewohnheitsmässige Vergewaltiger Anfang Januar mit Rollator vor Gericht erschien. Der Grund soll aber eine Rückenoperation gewesen sein. - sda - KEYSTONE/AP/SW

    Mann ist eine der beiden Hauptzeuginnen im Prozess. Sie hatte Weinstein am Freitag erneut schwere Sexualverbrechen vorgeworfen. Seit Beginn der Anschuldigungen bestreitet dieser alle Vorwürfe. Im Prozess versuchen seine Verteidiger, die Glaubwürdigkeit der Zeuginnen in Frage zu stellen.

    «Sie habe die Entscheidung getroffen»

    Am Montag sagte Weinsteins Anwältin laut «USA Today» vor Gericht zu Mann: «Sie haben die Entscheidung getroffen, ein sexuelles Verhältnis mit Harvey Weinstein einzugehen, als sie sich nicht sexuell zu ihm hingezogen fühlten. Sie mochten die Partys und sie mochten die Macht». 

    Weinstein-Prozess - Mimi Haleyi
    Mimi Haleyi (l) sitzt neben ihrer Anwältin Gloria Allred auf einer Pressekonferenz. - dpa

    Die Staatsanwaltschaft hat die Anklagepunkte wesentlich auf Mann und die Zeugin Mimi Haleyi aufgebaut. Diese hatte bereits in der vergangenen Woche geschildert, wie Weinstein sie 2006 in seinem New Yorker Apartment vergewaltigt und zum Oralsex gezwungen haben soll. 

    Weinstein droht lebenslange Haft

    Am Ende entscheiden die zwölf Geschworenen über Schuld oder Unschuld. Bei einer Verurteilung droht Weinstein lebenslange Haft. Mehr als 80 Frauen haben Weinstein seit 2017 sexuelle Übergriffe vorgeworfen und damit auch die weltweite MeToo-Bewegung ausgelöst.

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