Weinstein-Prozess: Zeugin stützt Darstellung sexueller Übergriffe

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    Grossbritannien,

    Die Lage spitzt sich für Harvey Weinstein weiter zu, denn die Zeugin Mimi Haleyi stützt die mittlerweile 80 Vergewaltigungsvorwürfe gegen ihn.

    Harvey Weinstein
    Die Zeugin Mimi Haleyi stützt die Vergewaltigungsvorwürfe gegen Harvey Weinstein. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Zeugin Mimi Haleyi hat die Vorwürfe im Weinstein-Prozess gestützt.
    • Weinstein soll sie 2006 in einem New Yorker Apartment vergewaltigt haben.
    • Bei einer Verurteilung drohen dem Ex-Filmmogul lebenslange Haft.

    Im Weinstein-Prozess hat eine Zeugin die Vorwürfe von Sexualverbrechen gegen den ehemaligen Filmmogul gestützt. Die ehemalige Mitbewohnerin einer der Hauptzeuginnen, Mimi (Miriam) Haleyi, schilderte am Dienstag vor dem Obersten Gericht in New York, wie diese ihr nach einem mutmasslichen sexuellen Übergriff Harvey Weinsteins von der Tat erzählt habe. Damit bestätigte sie Haleyis eigene Zeugenaussage vom Montag.

    In New Yorker Apartment vergewaltigt

    Haleyi hatte geschildert, wie Weinstein sie 2006 in seinem New Yorker Apartment vergewaltigt und ihr Oralsex aufgezwungen habe.

    Weinstein-Prozess - Mimi Haleyi
    Mimi Haleyi (l.) sitzt neben ihrer Anwältin Gloria Allred auf einer Pressekonferenz. Die ehemalige Mitbewohnerin einer der Hauptzeuginnen, Mimi (Miriam) Haleyi, schilderte vor dem Obersten Gericht in New York, wie diese ihr nach einem mutmasslichen sexuellen Übergriff Harvey Weinsteins von der Tat erzählt habe. Damit bestätigte sie Haleyis eigene Zeugenaussage vom Montag. - dpa

    Die Zeugin berichtete weiter, wie sie nach dem Gespräch mit Haleyi 2006 reagiert habe: «Ich sagte: «Miriam, das klingt nach Vergewaltigung.»» Sie erzählte auch davon, wie sie Weinstein damals in einem New Yorker Club zusammen mit Haleyi auf einer Veranstaltung gesehen habe. Er sei auf Haleyi zugegangen, habe sie umfasst und gesagt: «Das ist die heisseste Frau, die ich kenne».

    Anwältin hinterfragt Aussage

    Weinsteins Hauptanwältin Donna Rotunno versuchte, die Aussage mit Detailfragen unglaubwürdig erscheinen zu lassen. Ihre Frage, ob die Zeugin mit Haleyi vor dem Prozess gesprochen habe, wurde verneint. Sie habe seit mindestens 2007 nicht mehr mit ihr geredet, sagte die frühere Mitbewohnerin.

     Der Stein des Anstosses

    In dem Prozess geht es vor allem um Vorwürfe von Haleyi und Schauspielerin Jessica Mann, die Weinstein 2013 vergewaltigt haben soll. Der Ex-Filmmogul bestreitet alle Vorwürfe. Seine Verteidiger versuchen, die Glaubwürdigkeit der Zeuginnen in Frage zu stellen. Am Ende entscheiden die zwölf Geschworenen über Schuld oder Unschuld.

    Bei einer Verurteilung droht Weinstein lebenslange Haft. Mehr als 80 Frauen haben Weinstein seit 2017 sexuelle Übergriffe vorgeworfen und damit die weltweite MeToo-Bewegung ausgelöst.

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