Waldbrände in Texas färben Himmel gelb

    Dominik Neuhaus
    Dominik Neuhaus

    USA,

    Im US-Bundesstaat Texas kämpft die Feuerwehr gegen Waldbrände, die sich rasch ausbreiten. Für 60 Gemeinden wurde der Katastrophenfall ausgerufen.

    Waldbrand
    Walbrände haben einen gelben Schleier über den Himmel im US-Bundesstaat Texas gelegt. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Mehrere Waldbrände breiten sich im US-Bundesstaat Texas rasch aus.
    • Die bedrohten bewohnten Gebiete mussten evakuiert werden. 4000 Haushalte sind ohne Strom.
    • Der Gouverneur hat für 60 Gemeinden den Katastrophenfall ausgerufen.

    Die Feuerwehr im US-Bundesstaat Texas kämpft gegen mehrere Waldbrände, die sich schnell ausbreiten. Gouverneur Greg Abbott rief am Dienstag (Ortszeit) den Katastrophenfall für 60 Gemeinden aus, damit die Hilfe besser zentral koordiniert werden kann.

    Die Feuer im Norden des Bundesstaats bedrohten bewohnte Gebiete, die evakuiert werden mussten. Starke Winde und Trockenheit fachten die Flammen weiter an. Abbott erwartete, dass sich die Wetterbedingungen in der Region in den kommenden Tagen nicht bessern würden. So könnten die Waldbrände noch grösser und gefährlicher werden.

    Hast du schon mal einen Waldbrand miterlebt?

    Das Feuer hat texanischen Behörden zufolge bereits rund 1500 Quadratkilometer Land verbrannt. Rund 4000 Haushalte in der Region seien ohne Strom, meldete die Stromausfall-Meldezentrale Poweroutage.com am Mittwochmorgen. Berichte über Tote oder Verletzte gab es zunächst nicht.

    «Die Texaner werden dringend gebeten, Aktivitäten einzuschränken, die Funken erzeugen könnten. Ebenso sollen Vorsichtsmassnahmen getroffen werden, um die Sicherheit ihrer Angehörigen zu gewährleisten», warnte der Gouverneur.

    Evakuation fehlgeschlagen

    Die Flammen gefährdeten besonders die texanische Kleinstadt Canadian nahe der Grenze zum Bundesstaat Oklahoma. Dort mussten Patienten eine Klinik verlassen und an einem rund 80 Kilometer entfernten Ort in Sicherheit gebracht werden. Dies berichtete der Sender CNN. Auch die Bewohner zweier Pflegeeinrichtungen wurden demnach verlegt.

    Eigentlich sollte der gesamte Ort geräumt werden, schrieb CNN. Doch wegen der Brände waren Strassen gesperrt worden.

    Die Behörden rieten den Menschen schliesslich per Facebook, in der Stadt auszuharren. «Es sieht aus wie der Weltuntergang. Alle Bäume sind mit weisser Asche bedeckt», sagte eine Ladenbesitzerin in der Stadt dem Sender.

    US-Medien berichteten über ungewöhnlich hohe Temperaturen in der Region. In der vergangenen Woche herrschten dort nach Angaben der «Washington Post» Höchstwerte von gut über 25 Grad Celsius anstelle der zu dieser Jahreszeit üblichen rund 15 Grad.

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