Verschwörung? In den USA sterben und verschwinden Wissenschaftler
Der Tod oder das Verschwinden von zwölf Forschenden sorgt in den USA für Besorgnis. Gibt es einen Zusammenhang? Oder handelt es sich um Verschwörungstheorien?

Das Wichtigste in Kürze
- Seit 2022 sind in den USA zwölf Forschende verschwunden oder verstorben.
- Sie hatten alle etwas mit Weltraum-, Verteidigungs- und Atomforschung zu tun.
- Das löst Besorgnis aus – sogar beim FBI und im Weissen Haus.
In den USA macht aktuell eine Verschwörungstheorie die Runde – und schafft es bis zum FBI und ins Weisse Haus.
Der Grund für die Verschwörungstheorie, die ihren Anfang auf Social Media genommen hat: Seit 2022 sind zwölf Forschende verschwunden oder verstorben.
Sie alle hatten offenbar etwas mit Weltraum-, Verteidigungs- und Atomforschung zu tun. Das berichten mehrere internationale Medien.
Todesursachen haben verschiedene Gründe
Die zwölf toten oder verschwundenen Forschenden setzen sich wie folgt zusammen: Zwei von ihnen wurden ermordet. Einer von einem Konkurrenten, beim zweiten Mord ist das Motiv unklar.
Bei zwei weiteren Personen wird Suizid als Todesursache genannt. Zwei weitere verliessen ihr Haus ohne persönliche Gegenstände, jedoch mit einer Schusswaffe. Auch bei ihnen kann von Suizid ausgegangen werden.
Vier weitere Personen verschwanden auf Spaziergängen, Wanderungen oder aus ihrem Wohnhaus. Ein Forschender wurde später in einem See treibend tot aufgefunden.
Über zwei weitere Todesfälle ist indes nichts bekannt. Dies, weil die Todesursache in beiden Fällen nicht öffentlich bekanntgegeben wurde.
«Das ist nicht normal»
Die Häufung der Todes- und Vermisstenfälle besorgt mittlerweile sogar Abgeordnete wie die Republikanerin Anna Paulina Luna aus Florida.
Das Ex-Model schrieb unlängst auf X: «Wenn Sie angesichts der Zahl der Wissenschaftler, die verschwunden und gestorben sind, ein ungutes Gefühl haben, liegt Ihre Intuition richtig. Da ist etwas im Gange.»
Und auch Eric Burlison, republikanischer Abgeordneter aus Missouri, erklärte bereits: «Es handelt sich um Mitarbeiter, die für die nationale Sicherheit von entscheidender Bedeutung sind. Das ist nicht normal.»
Selbst Trump meldet sich zu Wort
Die Besorgnis in den USA ist mittlerweile offenbar gross. So gross dass das FBI und der Kongress laut «News Nation Now» eine Untersuchung eingeleitet hat.
Selbst US-Präsident Donald Trump sah sich bereits gezwungen, eine Stellungnahme abzugeben.

Er meinte zu den verschwundenen und toten Forschenden, es handle sich wohl «lediglich um einen Zufall».
Doch wie sieht die Faktenlage aus?
Selbst Witwe glaubt nicht an eine Verschwörung
Insgesamt arbeiten rund zwei Millionen Forschende in den USA, wie der britische «Guardian» aufschlüsselt. Ganze 700'000 davon arbeiten in den Forschungsfeldern, in denen es aktuell zu der «Serie» der Verschwinden und Todesfälle kommt.
Eine verschwindend geringe Zahl also. Und das in einer Zeit, in welcher sich Sorgen mit Verschwörungstheorien vermischen und sich auf Social Media rasant verbreiten.
Selbst die Witwe eines Toten erklärte unlängst selbstironisch: «Es erscheint ziemlich unwahrscheinlich, dass er entführt wurde, um ihm sehr alte Geheimnisse zu entlocken.»
Denn: Ihr Mann hatte seine Arbeit vor 13 Jahren niedergelegt. Grund dafür war sein Ruhestand.
Brauchst du Hilfe?
Bist du selbst depressiv oder hast du Suizidgedanken? Dann kontaktiere bitte umgehend die Dargebotene Hand (www.143.ch).
Unter der kostenlosen Hotline 143 erhältst du anonym und rund um die Uhr Hilfe. Die Berater können Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen. Auch eine Kontaktaufnahme über einen Einzelchat oder anonyme Beratung via E-Mail ist möglich.
Hilfe für Suizidbetroffene: www.trauernetz.ch














