Ein Rechtsextremist mit Machete und Bajonett in seinem Auto ist in der US-Hauptstadt Washington nahe der Parteizentrale der Demokraten festgenommen worden.
Der Innenraum des Autos des Verdächtigen
Der Innenraum des Autos des Verdächtigen - US Capitol Police/AFP

Der mit einem Hakenkreuz bemalte Pickup des Mannes aus dem Bundesstaat Kalifornien fiel einer Polizeistreife in der Nacht zu Montag auf, wie die Kapitol-Polizei mitteilte. Der 44-Jährige wurde wegen des «Besitzes verbotener Waffen» festgenommen - Macheten und Bajonette sind in Washington illegal.

Der Mann sagte nach Polizeiangaben, er befinde sich auf einer «Patrouille», und fing dann an, über rechtsextreme Ideologien zu sprechen. Ein von der Polizei veröffentlichtes Foto zeigte ein auf den Seitenspiegel des Autos aufgemaltes Hakenkreuz und ein weiteres Hakenkreuz im Inneren des Autos. Ausserdem hatte der Mann ein Tiergeweih an der Kühlerhaube des Pickups befestigt.

Die Ermittlungen der Polizei zu dem Verdächtigen laufen. «Derzeit ist nicht klar, ob er an einer der bevorstehenden Demonstrationen teilnehmen wollte oder ob er Verbindungen zu früheren Fällen in der Gegend hat», erklärte die Polizei, ohne dies näher auszuführen.

Rechte Gruppen wollen am kommenden Samstag am Kapitol demonstrieren. Sie wollen sich dabei für nach der Kapitol-Erstürmung vom 6. Januar festgenommene Angreifer einsetzen, die sie als «politische Gefangene» bezeichnen. Die geplante Kundgebung hat die Sicherheitsbehörden auf den Plan gerufen. So soll vor der Demonstration wie bereits nach der Kapitol-Erstürmung eine Barriere rund um das Kapitol errichtet werden.

Radikale Anhänger des damaligen Präsidenten Donald Trump hatten das Kongressgebäude gestürmt, als dort der Wahlsieg des Demokraten Joe Biden bei der Präsidentschaftswahl vom November zertifiziert werden sollte. Im Zuge der Ermittlungen wurden hunderte Angreifer festgenommen.

Vor knapp einem Monat löste dann ein Mann, der nach eigenen Angaben eine Bombe in seinem Auto hatte, nahe des Kongresses einen stundenlangen Grosseinsatz der Polizei aus. Der Mann, der sich selbst als «Patrioten» bezeichnete, wurde schliesslich festgenommen, Sprengstoff wurde nicht gefunden. Medienberichten zufolge leidet er unter psychologischen Problemen.

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