UN-Sicherheitsrat verurteilt Luftangriff auf Flüchtlingslager in Libyen

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    USA,

    Vier Tage nach dem Luftangriff auf ein Flüchtlingslager in Libyen mit dutzenden Todesopfern haben die Mitglieder des UN-Sicherheitsrats eine Waffenruhe in dem Bürgerkriegsland gefordert.

    Das zerstörte Flüchtlingslager in Tadschura.
    Das zerstörte Flüchtlingslager in Tadschura. - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Sicherheitsrat einigt sich nach vier Tagen auf Erklärung.

    In einer am Freitag in New York verabschiedeten Erklärung verurteilten die Sicherheitsratsmitglieder den Angriff und betonten, alle Konfliktparteien müssten dringend deeskalierende Schritte ergreifen und sich an eine Waffenruhe halten.

    In einem ersten Anlauf hatten am Mittwoch nicht alle fünf ständigen Sicherheitsratsmitglieder der von Grossbritannien eingebrachten Erklärung zugestimmt.

    Bei dem Angriff auf das Flüchtlingslager in Tadschura nahe Tripolis wurden in der Nacht zum Mittwoch nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mindestens 53 Menschen getötet und mehr als 130 weitere verletzt. Die international anerkannte Regierung der nationalen Einheit in Tripolis macht die Truppen des abtrünnigen libyschen Generals Chalifa Haftar für den Angriff verantwortlich, was dieser zurückwies.

    In ihrer Erklärung forderten die Mitglieder des UN-Sicherheitsrats die Konfliktparteien auf, zu politischen Verhandlungen unter Ägide der Vereinten Nationen zurückzukehren. Zudem äusserten sie ihre Besorgnis über die Zustände in den Flüchtlingslagern der libyschen Regierung, in denen zahlreiche Menschen aus anderen afrikanischen Ländern festgehalten werden. Menschenrechtsorganisationen hatten wiederholt unmenschliche Zustände in diesen Camps öffentlich gemacht.

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