Trump zu Aussage unter Eid in Betrugsprozess erwartet

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    Für Donald Trump geht es im Betrugsprozess gegen ihn um die Zukunft seines Firmenimperiums. Der ehemalige US-Präsident soll am Montag erstmals selbst aussagen.

    Donald Trump wird bei seinem Prozess wegen zivilrechtlichen Geschäftsbetrugs am New York Supreme Court erwartet.
    Donald Trump wird bei seinem Prozess wegen zivilrechtlichen Geschäftsbetrugs am New York Supreme Court erwartet. - Yuki Iwamura/AP/dpa

    Im Betrugsprozess gegen Donald Trump in New York soll der frühere US-Präsident persönlich aussagen. Bei der Befragung durch die Staatsanwaltschaft wird Trump unter Eid stehen. Die Aussage Trumps, gegen den auch mehrere strafrechtliche Prozesse laufen, wird mit Spannung erwartet.

    Es geht um die Zukunft des Firmenimperiums des 77-Jährigen. Wer unter Eid nachweislich eine Falschaussage tätigt, dem droht eine Anklage wegen Meineids.

    Die Verhandlung in New York hatte in den vergangenen Wochen zu wütenden Tiraden Trumps gegen den Richter, Gerichtsmitarbeitende und die Staatsanwaltschaft geführt. Trump will kommendes Jahr erneut für die Republikaner zum US-Präsidenten gewählt werden. Die Staatsanwaltschaft wirft Trump, seinen Söhnen und Mitarbeitern vor, den Wert der Trump Organization jahrelang manipuliert zu haben, um an günstigere Kredite und Versicherungsverträge zu kommen. Richter Arthur Engoron hatte dies vor dem Prozess bereits bestätigt – in dem Verfahren geht es nun vor allem um die Festlegung möglicher Strafen.

    Verurteilung könnte Trump grossen Schaden zufügen

    Eine Gefängnisstrafe oder direkte Auswirkungen auf seine Bewerbung um das Präsidentenamt drohen Trump zwar nicht, doch geschäftlich könnte ihm eine Verurteilung grossen Schaden zufügen. Generalstaatsanwältin Letitia James will erreichen, dass Trump 250 Millionen US-Dollar (rund 239 Millionen Euro) zahlen muss und in New York keine Geschäfte mehr machen darf. Unklar ist, ob er bei einer Verurteilung auch Immobilien wie seinen berühmten New Yorker Trump Tower abgeben müsste.

    Zuletzt hatten bereits mehrere Kinder Trumps ausgesagt. Donald Jr. und Eric wiesen vor Gericht aber jegliche Vorwürfe zurück und sagten aus, sie hätten mit der Buchhaltung und den Abrechnungen der Trump Organization nichts zu tun gehabt.

    Wegen zahlreicher verbaler Entgleisungen Trumps, der bereits mehrfach persönlich in dem Prozess anwesend war, hatte Richter Engoron ihm bereits mit ernsthaften Konsequenzen gedroht, eine Geldstrafe und ein Verbot der Verunglimpfung von Gerichtsangestellten verhängt.

    Trump ist der aussichtsreichste Bewerber auf die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner für die Wahl in einem Jahr. Den Prozess nutzt er nach Einschätzung vieler Beobachter als Wahlwerbung und behauptet immer wieder, die Verhandlung sei Teil einer politischen Kampagne gegen ihn.

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